Zofija Kossak-Szczucka
Zofija Kossak-Szczucka (geb. Kossak, später Szatkowska; 10. August 1889, Kośmin, Wolhynien – 9. April 1968, Bielsko-Biała) war eine polnische katholische Schriftstellerin, Publizistin und Heldin des Widerstands im Zweiten Weltkrieg.
Sie stammte aus der bekannten Künstlerfamilie Kossak (Enkelin von Juliusz Kossak, Nichte von Wojciech Kossak). Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Wolhynien. Sie studierte Malerei in Warschau, wandte sich aber der Literatur zu. Ihr Debüt gab sie 1922 mit dem Roman Pożoga (Feuer), einem autobiografischen Bericht über die Schrecken der Oktoberrevolution und des Polnisch-Sowjetischen Krieges in Ostpolen. In der Zwischenkriegszeit wurde sie zu einer der populärsten polnischen Schriftstellerinnen katholischer Prägung.
Sie stammte aus der bekannten Künstlerfamilie Kossak (Enkelin von Juliusz Kossak, Nichte von Wojciech Kossak). Wichtigste Werke:
- Krzyżowcy (Kreuzfahrer, 1935) – ein monumentaler historischer Roman über die Kreuzzüge
- Król trędowaty (Der Leprakönig, 1936)
- Bez oręża (Gesegnet sind die Sanftmütigen, 1937) – über den Heiligen Franziskus von Assisi, in mehrere Sprachen übersetzt
- Złota wolność (Goldene Freiheit, 1928)
- Beatum scelus (1924)
- Legnickie-Stange (Legnińsko-Feld, 1930)
- Z miłości (Aus der Liebe, 1925/26) – über den heiligen Stanisław Kostka
- Szaleńcy Boży (Gottes Wahnsinnige, 1929)
Sie schrieb außerdem Kurzgeschichten, Kinderbücher, Sachbücher und Memoiren. Ihre historischen Romane vereinen spannende Handlungsstränge, tiefen katholischen Glauben und nationales Pathos.
Während der deutschen Besatzung war sie im Untergrund aktiv. Sie redigierte illegale Zeitungen, war 1941 Mitbegründerin der Front Odrodzenia Polski (Polnische Erneuerungsfront) und 1942 eine der Gründerinnen von Żegota – einer geheimen Organisation zur Rettung von Juden. Trotz ihrer früheren antisemitischen Ansichten protestierte sie öffentlich gegen den Holocaust (Artikel „Protest!“, 1942) und riskierte ihr Leben, um Verfolgte zu retten. 1943 wurde sie verhaftet und in Auschwitz (Häftlingsnummer 64491) inhaftiert, später in Pawiak, wo sie zum Tode verurteilt wurde, aber dank des Untergrunds freigelassen wurde. Sie beteiligte sich auch am Warschauer Aufstand.
Nach dem Krieg emigrierte sie nach England (später nach Frankreich), wo sie weiterhin schrieb. 1957 kehrte sie nach Polen zurück und lebte in Górki Wielkie. Sie starb 1968. 1982 wurde sie zur Gerechten unter den Völkern erklärt.
Zofia Kossak-Szczucka bleibt ein Symbol für Mut und die vielschichtige polnische Seele des 20. Jahrhunderts – eine Schriftstellerin, die aus Glauben und Patriotismus die Grenzen der Vorurteile überwand und zu einer Heldin der Menschheit wurde. Ihre Werke, insbesondere die Kreuzritter-Trilogie, werden auch heute noch in Polen und in Übersetzungen gelesen.
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