Kronika: Splitski rukopis
Ein rares Buch

Kronika: Splitski rukopis

Toma Arhiđakon

„Historia Salonitana: Die Geschichte der Erzpriester von Salonit und Split“ von Archidiakon Thomas ist die wichtigste historiographische Quelle zur kroatischen Geschichte des Mittelalters. Das Werk enthält die Geschichte der Kirche von Split (Salon) bis 1

Thomas (ca. 1200–1268), in Split in eine Adelsfamilie geboren, Archidiakon der Metropoliten von Split, Jurist aus Bologna und Diplomat, verfasste das Werk um 1266 in lateinischer Sprache. Er stützte es auf die frühere „Chronik“ von Ivan Ravnijan und seine eigenen Erinnerungen.

Die in drei Bücher gegliederte Chronik zeichnet die Entwicklung der Kirche von Split nach: von den apostolischen Wurzeln und dem Martyrium des Heiligen Duje (1. Jahrhundert), dem Fall Salonas unter die Awaren (7. Jahrhundert), der Ankunft der Kroaten als Verbündete des byzantinischen Kaisers Herakleios („Die Kroaten … bewaffnet mit Pfeil und Bogen, kamen von der Insel Choryo im Pontus Euxinus, wo sie als Nachbarn der Turkopolos lebten“), dem kroatischen Königreich unter den Trpimirovićs bis hin zum Konflikt mit den Ungarn, Venedig und den innerkirchlichen Auseinandersetzungen im 13. Jahrhundert. Thomas, der 1241 die mongolische Bedrohung miterlebte, beschreibt politische Intrigen, den Kampf um die Autonomie des Mutterlandes und die Rolle Splits als kulturelles Zentrum Dalmatiens.

Das Werk ist nicht nur eine Chronik, sondern eine anspruchsvolle Erzählung in rhetorischem Stil, angereichert mit Mythen (z. B. über die kroatische Abstammung vom Sohn Noahs) und Kritik an der ungarischen Hegemonie. Es etabliert die kroatische Identität im europäischen Kontext. Zitat: „Dieses Geschlecht [die Kroaten] war grausam zu seinen Feinden, aber sanft und treu zu seinen Freunden.“

Das Werk beeinflusste spätere Historiker (Klaić, Goldstein) und wurde 1999 ins Englische übersetzt. Es ist von entscheidender Bedeutung für das Verständnis des mittelalterlichen Dalmatiens als Brücke zwischen Ost und West. Als Meisterwerk lateinischer Prosa symbolisiert es den intellektuellen Widerstand gegen das Vergessen: Geschichte als lebendige Stimme des Volkes.

Titel des Originals
Historia Salonitanorum pontificum atque Spalatensium
Übersetzung
Vladimir Rismondo
Editor
Cvito Fisković
Maße
19,5 x 13 cm
Seitenzahl
426
Verlag
Čakavski sabor, Žminj, 1977.
 
Latein Schrift. Fester Einband mit Schutzumschlag.
Sprache: Kroatisch.

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