
Zakon Vinodolski: Uvod, tekst i tumač
Die antiquarische Ausgabe von „Zakon Vinodolski“, herausgegeben von Rudolf Strohal im Jahr 1912 und ursprünglich in der „Monatszeitschrift der Juristischen Gesellschaft“ veröffentlicht, stellt eine der wichtigsten kroatischen philologisch-juristischen Aus
Rudolf Strohahls wissenschaftliche Sonderausgabe präsentiert eine wissenschaftlich kommentierte Edition des Vinodol-Gesetzes mit einer Einleitung zum historischen und rechtlichen Kontext, kritischen Anmerkungen und einer Abschrift des glagolitischen Textes. Die Publikation versteht sich als wissenschaftlich fundierte Darstellung und Interpretation eines der ältesten Rechtsdokumente des kroatischen Mittelalters. Strohahl untersuchte den Text des Gesetzes von 1288 mit besonderem Augenmerk auf seine Rechtsstruktur, seinen sozialen Kontext und seine Abschrifttradition und hob dabei den besonderen Wert der glagolitischen Handschrift aus dem 16. Jahrhundert hervor, auf der alle neueren Ausgaben basieren.
In der Einleitung erörtert Strohahl die Bedeutung des Vinodol-Gesetzes für die Entwicklung des kroatischen Gemeinde- und Gewohnheitsrechts und analysiert die politischen Beziehungen zwischen den Vinodol-Gemeinden und den Fürsten von Krk. Er widmet der kritischen Auseinandersetzung mit früheren Ausgaben und Interpretationen, darunter den Werken von Mažuranić und Jagić, große Aufmerksamkeit und reagiert polemisch auf die Einwände zeitgenössischer Juristen und Philologen. Dies macht die Edition für die Geschichte der wissenschaftlichen Erforschung des Denkmals selbst von herausragender Bedeutung.
Der zentrale Teil der Edition besteht aus einer transkribierten lateinischen Fassung des glagolitischen Textes und Strohals detaillierten analytischen Anmerkungen. Der Autor analysiert Rechtsinstitutionen – von Strafbestimmungen und Gerichtsverfahren bis hin zur Organisation des Gemeindelebens – und zeigt, wie das Gesetz systematisch kodifiziertes Gewohnheitsrecht mit Elementen älterer slawischer Rechtstraditionen verbindet. Linguistische Anmerkungen beleuchten die archaische tschakavische Grundlage des Textes, während rechtshistorische Kommentare die Bestimmungen mit der breiteren europäischen Rechtsentwicklung des Mittelalters verknüpfen.
Aufgrund ihres Alters, ihrer Seltenheit und ihrer Bedeutung für die kroatische Rechts- und Sprachgeschichte besitzt Strohals Edition von 1912 heute einen hohen antiquarischen und dokumentarischen Wert.
Angeboten wird ein Exemplar
- Vergilbte Seiten
- Spuren von Patina






