
Rapalski ugovor 12. novembra 1920.: zbirka dokumenata
Sammlung von Dokumenten zum Vertrag von Rapallo (12. November 1920) zwischen dem Königreich der Serben, Kroaten, Slowenen und Italiener. Ausgewählt und herausgegeben von Vojislav M. Jovanović. Enthält 65 Dokumente zu den Verhandlungen und dem Abkommen.
Der Vertrag von Rapallo, 12. November 1920: Eine Dokumentensammlung ist eine bedeutende Publikation, ausgewählt und herausgegeben von Vojislav M. Jovanović. Die Broschüre enthält 65 Originaldokumente im Zusammenhang mit der Unterzeichnung des Vertrags von Rapallo.
Der Vertrag von Rapallo wurde am 12. November 1920 in Rapallo (bei Genua) zwischen dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und dem Königreich Italien geschlossen. Er löste die sogenannte Adria-Frage nach dem Ersten Weltkrieg und der Pariser Friedenskonferenz. Italien erhielt Triest, Gorica, Gradiška, Istrien (größtenteils), Zadar, die Inseln Cres, Lošinj, Lastovo und Palagruža, während der Freistaat Rijeka gegründet wurde. Der Vertrag war das Ergebnis italienischen Drucks und ungünstig für die jugoslawische Seite, die die italienischen Forderungen unter der Drohung akzeptieren musste, gemäß dem Londoner Vertrag von 1915 einseitig Grenzen festzulegen.
Die Sammlung bietet einen chronologischen und thematischen Überblick: diplomatische Korrespondenz, Verhandlungsvorbereitungen, den Vertragstext selbst, die Anti-Habsburg-Konvention und Begleitabkommen. Die Dokumente sind größtenteils diplomatische Noten, Berichte, Vorschläge und offizielle Texte, die Einblick in den Verlauf der Verhandlungen von der Besetzung Rijekas (unter d’Annunzio) bis zur endgültigen Unterzeichnung gewähren. Die wichtigsten jugoslawischen Verhandlungsführer waren Milenko Vesnić, Ante Trumbić und Kosta Stojanović, die italienischen Giovanni Giolitti, Carlo Sforza und Ivanoe Bonomi.
Diese Edition entstand im Geiste der jugoslawischen Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und hatte zum Ziel, die Gebietsverluste und die italienischen Expansionsbestrebungen an der Ostküste der Adria zu dokumentieren. Sie dient als wertvolle Quelle für Forscher der Zwischenkriegsdiplomatie, der jugoslawisch-italienischen Beziehungen und der kroatisch-slowenischen Grenzfrage. Heute gilt sie als Klassiker für die Erforschung des Vertrags von Rapallo und wird häufig in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert.
Der Editionsstil ist für die damalige Zeit wissenschaftlich objektiv, mit minimalen Kommentaren und dem Fokus auf authentische Dokumente. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur Verfügbarkeit von Archivmaterial über einen der umstrittensten Friedensverträge nach 1918.
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