
Zbogom, Hemingway
Der kubanische Ermittler Mario Conde verließ den Dienst nach jahrelanger Aufklärung anspruchsvoller Fälle und beschloss, sich dem Schreiben zu widmen.
Eines seiner literarischen Vorbilder ist Ernest Hemingway, den er gleichermaßen bewundert und verachtet – vor allem wegen dessen Ausschweifungen, seines übertriebenen Machismo und seiner Haltung gegenüber anderen Menschen, insbesondere Kubanern. Eines Tages legt ein heftiger Regenguss auf Hemingways kubanischem Anwesen die Überreste einer etwa 40 Jahre alten Leiche frei, die aus der Zeit stammt, als der Schriftsteller in Kuba weilte. Conde kann seine Neugier nicht zügeln und beginnt eine weitere umfangreiche Untersuchung, um den Mörder zu entlarven, aber auch um Licht in viele Geheimnisse im Leben eines der größten Schriftsteller der Welt zu bringen. „Leb wohl, Hemingway“ ist einer von Leonardo Paduras Kriminalromanen, dessen Hauptfigur der vielschichtige Mario Conde ist – ein aufstrebender Künstler und zugleich ein begabter Ermittler. Obwohl die Erzählstruktur typisch für Kriminalromane ist, ist dieser Roman weit mehr als das. Paduras Sätze enthüllen ganze Welten und zeichnen das Bild zweier Kubas – des Kubas der 1960er-Jahre mit Hemingway im Zentrum und des heutigen.
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