
Prijepori o nacionalnom: u znaku mosta
Zdravko Tomacs Studie – eine Mischung aus politischer Analyse und Memoiren – zur kroatischen nationalen Frage, zu innenpolitischen Spaltungen und zur Notwendigkeit, in der Moderne einen Konsens über zentrale staatliche Interessen zu erzielen.
Disputes Over the National Question: Under the Sign of the Bridge (veröffentlicht 2003) ist ein Schlüsselwerk im politischen und publizistischen Wirken von Prof. Dr. Zdravko Tomac. Das Buch, verfasst zu einem Zeitpunkt, als der Autor an einem politischen und ideologischen Wendepunkt stand, verbindet politische Analyse, historische und gesellschaftliche Zeugnisse sowie persönliche Reflexionen über die kroatische nationale Identität und das Schicksal des Staates nach der Unabhängigkeit. Im Mittelpunkt des Werks stehen die tiefen innenpolitischen und ideologischen Spaltungen der kroatischen Gesellschaft, die der Autor als Haupthindernis für die weitere Entwicklung und Stabilität des Landes identifiziert. Tomac beleuchtet eingehend Fragen des kroatischen Nationalismus, das Verhältnis zwischen Linken und Rechten sowie die politischen Konflikte, die den Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert prägten. Die im Untertitel verwendete Metapher der „Brücke“ symbolisiert das Bestreben des Autors, eine politische und ideologische Brücke über die jüngsten Feindseligkeiten hinweg zu schlagen und die Notwendigkeit eines nationalen Konsenses über grundlegende Staatsziele zu betonen. Einen besonderen Mehrwert erhält das Buch durch den persönlichen Rückblick des Autors. Indem er seinen eigenen politischen Werdegang schildert – von einer hochrangigen Position in der Regierung der nationalen Einheit während des Kroatienkrieges bis hin zur Desillusionierung über die Politik der Ära nach Tuđman –, spricht Tomac offen über Fehleinschätzungen, politische Vorgänge hinter den Kulissen und die Notwendigkeit einer moralischen und geistigen Erneuerung der Nation. Das Werk richtet sich an alle, die ein tieferes Verständnis für die Dynamik der kroatischen Innenpolitik und die Herausforderungen der jungen Demokratie gewinnen möchten.
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