
Kukavičje jaje
Der Roman behandelt ein tragisches Thema – die Entdeckung und Ausgrabung von Massengräbern sowie die Exhumierung und schmerzhafte Identifizierung der Überreste von Veteranen und Zivilisten nach dem Heimatkrieg.
Doch das ist nur der Rahmen des Lebensdramas einer jungen Frau, die jahrelang nach ihrem Mann suchte, einem Kriegsberichterstatter des Senders HINA. Er verschwand im September 1991 auf den Schlachtfeldern Ostslawoniens, als er auf dem Weg von Belgrad zur kroatischen Grenze eine mit Blumen geschmückte Panzerkolonne filmen wollte. Der Vater, der sah, wie seine Tochter jeden Tag mehr litt, überredete seinen Freund und Kriegskameraden, der die Exhumierungen leitete, bei einer der nächsten Identifizierungen die Knochen eines anderen Mannes als die seines Mannes und dessen Presseausweis als Zeichen der Anerkennung zu platzieren – damit seine Tochter sich nicht länger in der Suche nach ihrem vermissten Mann quälen musste, damit sie wenigstens ein wenig Hoffnung auf die Zukunft hatte, nachdem sie die Gegenwart bereits verloren hatte. Sie taten dies in der Hoffnung, dass das Schlimmste nicht eintreten würde, dass die sterblichen Überreste ihres Mannes oder gar sein Grab gefunden würden. Doch genau das geschah.
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