
Lov na zločince: Kako su nacistički ratni zločinci pobjegli i potraga da ih se privede pravdi
Das Buch analysiert die Flucht von Nazi-Kriegsverbrechern nach 1945 und den langen und uneinheitlichen Versuch, sie aufzuspüren und strafrechtlich zu verfolgen, und entkräftet gleichzeitig Mythen über die organisierte Flucht.
Guy Walters präsentiert eine Forschungsstudie zur Flucht, zum Untertauchen und zur Nachkriegsverfolgung von NS-Kriegsverbrechern nach dem Zweiten Weltkrieg. Anhand von Archivmaterialien, diplomatischen Quellen und Zeugenaussagen rekonstruiert er, wie hochrangige Mitglieder des NS-Regimes mithilfe von Unterstützernetzwerken, falschen Identitäten und Transitrouten durch Europa der Verhaftung entgingen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung der Flucht- und Unterschlupfmechanismen: Anstelle einer einheitlichen Organisation entstand in den chaotischen Nachkriegsverhältnissen ein Geflecht aus unzusammenhängenden und oft improvisierten Kanälen. Der Autor analysiert zudem die Rolle der alliierten Behörden, Geheimdienste und Justizinstitutionen, die aufgrund politischer Prioritäten und des Beginns des Kalten Krieges häufig uneinheitlich und widersprüchlich agierten.
Das Buch untersucht kritisch sowohl die Arbeit von Einzelpersonen und Gruppen, die jahrelang nach NS-Flüchtlingen suchten, als auch die Art und Weise, wie Medien und die öffentliche Darstellung das Bild einer spektakulären und systematisch organisierten „Nazi-Jagd“ prägten. Walters zeigt, dass die eigentliche Rechtsprechung langsam, bürokratisch und von zahlreichen Mängeln geprägt war.
Das Ergebnis ist eine historiografisch fundierte Analyse, die Mythen von belegter Geschichte trennt und die Komplexität der Nachkriegsjustiz sowie ihre Grenzen im internationalen Kontext verdeutlicht.
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