Ernest d'Hervilly
Ernest d’Hervilly (Ernest Marie d’Hervilly; Paris, 26. Mai 1839 – Champigny-sur-Marne, 18. November 1911) war ein französischer Dichter, Journalist, Dramatiker und Jugendbuchautor. Er war ein bedeutender Vertreter der Parnassier und bekannt für seine humorvollen und satirischen Werke sowie seine bahnbrechenden Abenteuer- und Urzeitgeschichten für Kinder.
Er arbeitete als Zeichner und Bauleiter auf Pariser Baustellen und schrieb ab 1861 für Le Figaro und zahlreiche republikanische Zeitungen (La Lune, L’Éclipse, Le Rappel). Während des Zweiten Kaiserreichs verwendete er häufig Pseudonyme, da seine Zeitungen verboten waren. Er schloss sich den Parnassiern an und beteiligte sich an der Parnasse contemporain. Er war mit Victor Hugo befreundet und ist auf dem Gemälde Un coin de table (1872) neben Verlaine und Rimbaud dargestellt.
Hauptwerke (Auswahl): Poesie: La Lanterne en vers de couleurs (1868), Les Baisers (1872), Le Harem (1874). Prosa: Contes pour les grandes personnes (1874), Aventures d’un petit garçon préhistorique en France (1888) – sein berühmtestes Jugendwerk, En boteille à travers l’Atlantique (1894). Theater: mehrere Komödien und Einakter (Le Malade réel, Le Docteur sans pareil usw.).
Mehrfach von der Französischen Akademie ausgezeichnet, Ritter der Ehrenlegion (1902). Er schrieb etwa 120 Werke für junge Leute, viele humorvolle Skizzen des Pariser Lebens sowie fantastische und Science-Fiction-Geschichten. Sein Stil vereint die Form des Parnass mit Leichtigkeit, Humor und Satire. Heute ist er teilweise vergessen, bleibt aber ein wichtiger Zeuge des Pariser Literaturlebens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein Pionier des Genres der Kinderabenteuerprosa.
Titel im Angebot
Dječak iz pećine
Der Junge Krek bewahrt in seiner Höhle ein Feuer auf, löscht es aber achtlos. Von seinem Stamm verbannt, erlebt er in der prähistorischen Zeit Frankreichs eine Reihe gefährlicher Abenteuer, reift heran und beweist seinen Wert.
