Dječak iz pećine

Dječak iz pećine

Ernest D'hervilly

Der Junge Krek bewahrt in seiner Höhle ein Feuer auf, löscht es aber achtlos. Von seinem Stamm verbannt, erlebt er in der prähistorischen Zeit Frankreichs eine Reihe gefährlicher Abenteuer, reift heran und beweist seinen Wert.

Der Junge in der Höhle (1888) ist eine Abenteuergeschichte für junge Leser von Ernest d’Hervilly und gilt als sein erfolgreichstes Werk. Die Geschichte spielt im Spätpaläolithikum, vor etwa 25.000 Jahren, im heutigen Frankreich.

Die Hauptfigur ist der neunjährige Junge Krek, ein kluger und mutiger Junge aus einem Stamm von Höhlenmenschen (Cro-Magnons). Der Stamm vertraut ihm das Wertvollste an – das Feuer in der Höhlenherdstelle zu bewachen, während die Erwachsenen auf die Jagd gehen. Krek spielt jedoch, und das Feuer erlischt. In prähistorischer Zeit ist dies ein schweres Verbrechen, denn Feuer bedeutet Wärme, Schutz vor wilden Tieren, das Kochen von Nahrung und das Überleben des gesamten Stammes. Zur Strafe wird der Junge aus der Gemeinschaft verbannt.

Allein in der rauen Natur muss Krek zahlreiche Gefahren bewältigen: Hunger, Kälte, wilde Tiere (Mammuts, Nashörner, Höhlenlöwen), Konflikte mit anderen Stämmen und seine eigene Angst. Auf seinen Reisen durch Wälder, Ebenen und Höhlen lernt er, Steinwerkzeuge herzustellen, zu jagen, sich in der Natur zurechtzufinden und zu überleben. Er begegnet freundlichen Gestalten, darunter einem alten Mann, der ihm hilft, und sogar Angehörigen anderer Gruppen (z. B. den Seebewohnern).

Der Roman schildert gleichzeitig das Wachstum und die Reifung der Hauptfigur. Durch schwere Prüfungen wird Krek stärker, weiser und verantwortungsbewusster. Der Autor betont die Bedeutung der Gemeinschaft – am Ende verzeiht der Stamm Krek seinen Fehltritt, und er kehrt als nützliches Mitglied der Gesellschaft zurück.

D’Hervilly schrieb die Geschichte unter dem Einfluss zeitgenössischer archäologischer Entdeckungen und Darwins Evolutionstheorie. Obwohl einige Details heute wissenschaftlich überholt sind (z. B. die Darstellung der Cro-Magnon-Menschen), erwacht das Buch dank lebendiger Beschreibungen von Natur, Tieren und dem Alltag der prähistorischen Menschen zum Leben. Der Stil ist dynamisch, abenteuerlich und lehrreich, wobei Mut, Einfallsreichtum und menschliche Solidarität im Vordergrund stehen.

Der Junge aus der Höhle ist ein wegweisendes Werk der prähistorischen Kinderliteratur. In seiner kroatischen Übersetzung erfreute es sich großer Beliebtheit und weckte die Fantasie und das Interesse an der fernen Vergangenheit der Menschheit.

Titel des Originals
Aventures d’un petit garçon préhistorique en France
Übersetzung
Živojin Vukadinović
Editor
Ahmet Hromadžić
Illustrationen
Željko Marjanović
Titelseite
Željko Marjanović
Maße
20 x 14 cm
Seitenzahl
115
Verlag
Narodna prosvjeta, Sarajevo, 1959.
 
Latein Schrift. Hardcover.
Sprache: Kroatisch.

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