
Zvonar bogorodičine crkve
Der Glockenturm (1831) ist nicht nur eine Geschichte von Liebe und Tragödie – er ist ein lebendiges Bild von Paris an der Schwelle zur Renaissance, wo die gotische Kathedrale Notre-Dame beinahe zur Hauptfigur wird, zu einem lebendigen Wesen aus Stein, das
Hugo schrieb den Roman aus Leidenschaft für mittelalterliche Architektur, zu einer Zeit, als die Kathedrale vernachlässigt war und die Behörden ihren Abriss erwogen. Statt einer trockenen Abhandlung schuf er ein episches Fresko voller Leidenschaft, Gegensätze und Schicksale, die im Schatten der Türme aufeinanderprallen. Paris im Jahr 1482 erwacht vor unseren Augen zum Leben: laute Feste, rebellierende Bettler, Ritter und Zigeuner, Priester und Diebe – eine chaotische, pulsierende Welt, in der Schönheit und Hässlichkeit um die Vorherrschaft ringen.
Im Zentrum steht Quasimodo, ein Glöckner mit entstelltem Körper und großem Herzen, dessen Liebe zu Esmeralda – einer freien, lebensfrohen Zigeunertänzerin – rein, beinahe heilig wird. Doch Liebe prallt hier auf Hass, Lust und Heuchelei: Erzdiakon Claude Frollo, ein Mann, hin- und hergerissen zwischen Glauben und dämonischer Leidenschaft, zieht die Fäden des Schicksals in den Untergang. Alles ist in einem Wirbelsturm miteinander verwoben – Rettung in der Irrenanstalt der Kathedrale, Volksaufstand, Brände, Verrat – und am Ende bleibt nur der bittere Nachgeschmack des Unausweichlichen.
Hugo schreibt üppig und reichhaltig, mit Abschweifungen über die Geschichte des Buchdrucks, über die Macht des Steins im Vergleich zu den Worten, über soziale Ungerechtigkeit, die die Schwächeren zermalmt. Hier gibt es keine Zurückhaltung; der Roman ist voller romantischer Leidenschaft, in der Hässlichkeit zu tiefer Menschlichkeit wird und Schönheit grausam sein kann. Das Buch rettete Notre-Dame vor dem Vergessen, löste die neugotische Welle aus und wurde zu einem ewigen Symbol für den Kontrast zwischen Außen und Innen, zwischen Licht und Dunkelheit im Menschen.
Das Buch besteht aus zwei Bänden.
Angeboten wird ein Exemplar.







