
Krvava knjiga
Franjo Nagulovs neuer Gedichtband „Das blutige Buch“ ist ein düsteres Zeugnis vom Niedergang einer Gesellschaft.
Ihre Gedichte lassen sich einzeln oder als ein langes Gedicht lesen, ein Gedicht über eine symbolische Mutter, deren Kind aufgrund gesellschaftlicher Umstände keine Chance auf ein würdevolles Leben hat. Nagulov erschafft ein ganzes Bild mütterlicher Identitäten, das sie mit vielfältigen Bedeutungen, Aufgaben und Erwartungen füllt, die wir gewöhnlich mit dem Mutterbild verbinden. Die Mutter sieht sich in einer Umgebung, die sie ihrem Sohn zur Flucht rät, da sie diese als „Lager“ betrachtet. Indem sie uns durch die alptraumhafte Landschaft der Gegenwart führt, liefert die Dichterin eine pessimistische Diagnose der Gesellschaft: Sie ist von verschiedenen Krankheiten befallen, und ihre Heilung wird noch immer nicht angegangen.
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