
Blues okruga Tishomingo
Der Roman ist ein typischer Leonard-Krimi: temporeich, mit exzentrischen Charakteren, unerwarteten Wendungen und einer Mischung aus Gewalt und Humor. Das Buch ist eine unterhaltsame, zynische Kritik am amerikanischen Süden und der menschlichen Gier, durch
Dennis Lenahan, ein professioneller Turmspringer Ende dreißig, ein Adrenalinjunkie, der für Nervenkitzel und Gefahr lebt, kommt in der Tishomingo Lodge & Casino in Tunica, Mississippi, an. Er will seinen spektakulären Sprung vom 24-Meter-Turm in den Pool wagen – seine letzte Chance, sich zu beweisen, bevor seine Karriere endet. Doch gleich am ersten Tag wird er vom Turm aus Zeuge eines Mordes: Zwei Männer der örtlichen Dixie Mafia (einem südlichen Ableger der Mafia) töten einen dritten Mann wegen Schulden oder Verrat. Dennis sieht alles, und sie sehen ihn.
Statt zu fliehen, bleibt Dennis – getrieben von Angst und Adrenalin. Er wird gewarnt: „Wenn du redest, bist du tot.“ Schon bald gerät er in ein Netz aus zwielichtigen Gestalten: dem charismatischen und gefährlichen Germy Germaine, dem Boss der Dixie Mafia, der große Glücksspiele und Nachstellungen des Bürgerkriegs organisiert (bei denen die Südstaatler stets für die Konföderation kämpfen); Anne de Carlo, eine attraktive Frau mit Verbindungen zur Mafia; und Robert Taylor, ein schwarzer Musiker und Trickbetrüger, der vorgibt, aus New York zu stammen, aber in Wirklichkeit einen großen Coup plant.
Die Geschichte dreht sich um Glücksspiel, Drogen, Rassismus im tiefen Süden, den Stolz auf die Konföderation und den Kampf ums Überleben in einer Welt, in der jeder am Rande des Abgrunds steht. Dennis und Robert werden widerwillig zu Verbündeten – der eine ein Weißer aus einem Vergnügungspark, der andere ein Schwarzer von der Straße –, während sie versuchen, sich aus den Wirren der Mafia, Lügen und Verrat zu befreien. Leonard baut die Spannung meisterhaft durch Dialoge voller Humor, Zynismus und authentischem Südstaaten-Slang auf.
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