
Tehnika i znanost kao ideologija
Von Technologie und Wissenschaft bis zur Rekonstruktion des historischen Materialismus
Jürgen Habermas' Buch „Technik und Wissenschaft als Ideologie“ (1968; Erstausgabe 1986) ist eine Aufsatzsammlung, in der er die Rolle von Wissenschaft und Technik in der modernen Gesellschaft kritisch analysiert. Habermas geht von der These aus, dass Wissenschaft und Technik in modernen Industriegesellschaften nicht länger neutrale Werkzeuge des Fortschritts sind, sondern zunehmend zur Legitimierung politischer und sozialer Macht dienen. Anstelle einer offenen Ideologie wird Macht immer stärker durch „technische Notwendigkeit“ und Expertenwissen gerechtfertigt, was den Raum für demokratische Debatten einschränkt. Habermas untersucht auch, wie wissenschaftlicher und technischer Fortschritt soziale Konflikte verschleiern kann, da politische Fragen als technische oder fachliche, nicht aber als Wert- und Entscheidungsfragen dargestellt werden. Das Buch warnt davor, dass ein unkritisches Vertrauen auf Wissenschaft und Technik zu einem Niedergang der Demokratie führen kann. Habermas plädiert für die Wiederherstellung kommunikativer Rationalität und die Stärkung der öffentlichen Debatte als Grundlage einer freien und gerechten Gesellschaft.
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