
Liebe am Don
Der deutsche Journalist Eberhard Bodmar bereist das Gebiet zwischen Wolga und Don, verfolgt das Schicksal der Sechsten Armee und verliebt sich in die Übersetzerin Jelena in einem Land, in dem Vergangenheit und Politik die Menschen trennen.
Liebe am Don ist ein 1970 erschienener Liebesroman von Heinz G. Konsalik, der in der Sowjetunion, im Gebiet zwischen Wolga und Don, spielt – einer Region, die stark von der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg geprägt ist. Die Hauptfigur ist Eberhard Bodmar, ein deutscher Journalist, der auf den Spuren der ehemaligen 6. Armee reist, deren Schicksal nach Stalingrad zu den größten Traumata der deutschen Kriegsgeschichte zählt. Seine Reise ist nicht nur eine professionelle Recherche, sondern auch eine Begegnung mit einem Ort, an dem die Vergangenheit in den Menschen, der Landschaft und den politischen Spannungen fortlebt.
Auf dieser Reise begegnet Eberhard Jelena, einer sowjetischen Übersetzerin, die ihn begleitet und ihm bei der Kommunikation hilft. Zwischen ihnen entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die jedoch weder einfach noch harmlos ist: Sie ist belastet durch die Unterschiede zwischen einem Deutschen und einer Russin, das Erbe des Krieges, das Misstrauen gegenüber Autoritäten und die Grenzen des sowjetischen Systems. So wird die Liebesbeziehung zu einem Aufeinandertreffen zweier Welten – der persönlichen Sehnsucht nach Nähe und der politischen Realität, die Gefühle, Handlungen und Entscheidungen bestimmt.
Der Roman vereint die Atmosphäre eines Reiseberichts, Kriegserinnerungen und eine melodramatische Liebesgeschichte. Konsalik schildert Menschen, die dort nach Verständnis und Zärtlichkeit suchen, wo die Geschichte Wunden hinterlässt und die Ideologie das Schicksal des Einzelnen bestimmt.
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