
Plavi različak
Die Kurzgeschichtensammlung „Blue Cornflower“ verfolgt Zeit und Leben in ihrer gegenseitigen Verflechtung, einer Verbindung, die sich im kleinsten Augenblick und im kleinsten Fragment des Lebens manifestiert.
Geschichten, wie Funken der Zeit, in Worte gefasste Augenblicke, zeugen von den kleinen Ereignissen des Lebens, die die Zeit als stiller Beobachter in einem unendlichen Korb der Dauer speichert. Wenn sie anhand vertrauter Bilder vom Leben von seiner Vergänglichkeit erzählen, erinnern sie uns unweigerlich an deren Allgegenwart, daran, dass die Zeit stets im gleichen Rhythmus schlägt und, ob wir es wollen oder nicht, an uns vorbeizieht, ohne Fragen zu stellen, ohne Erklärungen zu suchen, ohne zu urteilen, ohne mit uns zu streiten – sie schreitet einfach voran. Das Kapitel „Vergänglichkeit“ spricht eindrücklich von diesem offensichtlichsten und schmerzlichsten Aspekt des Lebens. Die anfängliche Begeisterung, die Energie des Enthusiasmus und die vermeintliche Sorglosigkeit gegenüber der Zeit, die wir im Überfluss zu besitzen glauben, schwinden langsam und verwandeln sich in einen Kampf mit eben dieser Zeit, um ihren Lauf irgendwie zu verlangsamen, wenn er sich nicht aufhalten lässt. Die Geschichten schildern unsere Realität, unsere Gegenwart, Momente des Daseins, die kürzlich vergangen sind oder noch andauern, und gewähren uns Einblicke in uns selbst, in unsere Lieben und in die Allgegenwart des Lebens, in dem wir uns befinden und dessen Präsenz wir manchmal nicht ausreichend wahrnehmen oder spüren. Im Kapitel „Realität“ beschreiben sie aktuelle Alltagsereignisse und präsentieren sie uns wie unser eigenes Spiegelbild. So sind diese Ereignisse wie in einem Augenblick eingefrorene Bilder, aus dem unermüdlichen, monotonen Lauf der Zeit, aus der Vergänglichkeit herausgerissen. Dies ermöglicht es uns, sie besser zu verstehen und die in ihnen verborgenen Lebenslektionen zu lernen.
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