
Luka ali ne apostol
Ein psychologischer Roman über das Schicksal eines Mannes, der trotz seines Namens als Evangelist ein gewöhnlicher, unvollkommener Mensch bleibt. Der Autor analysiert seine inneren moralischen Verfehlungen, Illusionen, Bestrebungen und die Tragik des Allt
„Luka, ali ne apostol“ (1974 im Verlag Zora/Stvarnost erschienen) ist ein außergewöhnlich eindringlicher psychologischer und sozialer Roman der bedeutenden kroatischen Schriftstellerin und Dramatikerin Mirjana Matić-Halle. Schon der Titel selbst etabliert einen starken ironischen und symbolischen Kontrast zwischen einem heiligen, erhabenen Namen und einem unvollkommenen, sündigen Menschen, der diesen Namen in der realen, grausamen Welt trägt. Die Handlung des Romans konzentriert sich auf eine vielschichtige Analyse der Hauptfigur Luka und verfolgt seinen Lebensweg, seine persönlichen Krisen, moralischen Fehltritte und die Kompromisse, die er unter dem Druck seiner Umgebung und seiner eigenen Schwächen eingeht. Anders als sein biblisches Vorbild ist dieser Luka kein Anführer oder spirituelles Vorbild, sondern ein Mann, gefangen im Spannungsfeld zwischen seinen idealistischen Bestrebungen und der Banalität des Alltags. Mit außergewöhnlichem Erzähltalent und psychologischer Tiefe analysiert die Autorin die Motive von Schuldgefühlen, Einsamkeit, unerfüllten Träumen und menschlicher Entfremdung in der Gesellschaft und zeigt, wie ein Individuum um seine Identität und inneren Frieden kämpft. In einer äußerst vielschichtigen, analytischen und stilistisch raffinierten Sprache verfasst, zeichnet diese Prosa ein düsteres, aber überaus überzeugendes Bild der menschlichen Natur. Der Roman „Luka, ali ne apostol“ gilt als eines der bedeutendsten Werke der kroatischen Frauenliteratur der Zwischenkriegszeit und der Nachkriegszeit und bietet eine zeitlose Auseinandersetzung mit menschlicher Zerbrechlichkeit, unerfüllten Erwartungen und der Suche nach Sinn.
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