
Jelkin bosiljak / Preko mora
Zwei Geschichten aus dem Leben in Istrien: „Jelkas Basilikum“ erzählt von tragischer Liebe und Treue, während „Über das Meer“ das beschwerliche Schicksal istrischer Auswanderer auf der Suche nach einem besseren Leben schildert.
Das aus den Werken Jelkas Basilikum (1881) und Über das Meer (1882) bestehende Diptychon stellt einen außerordentlich bedeutenden Teil des Schaffens von Eugen Kumičić dar; darin kehrt der Autor in seine Heimat Istrien zurück, um das authentische Leben, die Bräuche und die mühevollen Schicksale der istrischen Bevölkerung im späten 19. Jahrhundert zu schildern. Die Erzählung Jelkas Basilikum ist eine ergreifende und tragische Liebesgeschichte über die junge Jelka und ihren Verlobten, den Seemann Ivo. Durch die Symbolik des Basilikums – einer Pflanze, die für Hingabe und Liebe steht – veranschaulicht Kumičić das Leid, die Ungewissheit und die Sehnsucht derer, die am Ufer zurückbleiben und auf die Rückkehr ihrer Liebsten aus gefährlichen Gewässern warten. Die Erzählung strahlt Wärme, lokales Kolorit und emotionale Intensität aus. Im Gegensatz dazu widmet sich Über das Meer einem drängenden sozialen Problem jener Zeit: der erzwungenen Auswanderung istrischer Bauern. Getrieben von Armut, der Ausbeutung durch venezianische und österreichische Behörden sowie verschiedenen Schicksalsschlägen sehen sich die Einheimischen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und eine ungewisse Reise nach Südamerika anzutreten. In beiden Werken verbindet Kumičić auf geschickte Weise Elemente des Realismus und frühnaturalistischer Techniken mit einem ausgeprägten patriotischen Unterton. Anhand der Lebensgeschichten einfacher Menschen thematisiert er die Bewahrung der nationalen Identität, die unauflösliche Bindung an die Heimat sowie die harten sozialen Bedingungen an der istrischen Küste.
Angeboten wird ein Exemplar





