
Dobar dan tugo
Die siebzehnjährige Cécile schmiedet Pläne, die Verlobung ihres Vaters mit der ernsthaften Anne zu lösen, um ihren komfortablen Lebensstil zu bewahren – doch ihr gefährliches Spiel endet in einer unerwarteten Tragödie.
Der gefeierte Debütroman Bonjour Tristesse (1954) verhalf der damals achtzehnjährigen Françoise Sagan zu Ruhm und avancierte zu einem Kultklassiker der modernen französischen Literatur. Vor der Kulisse der sonnenverwöhnten Côte d’Azur schildert das Werk den Konflikt zwischen unbeschwertem Hedonismus und moralischer Verantwortung. Die junge Cécile verbringt den Sommer am Meer mit ihrem Vater Raymond – einem charmanten, oberflächlichen Witwer, der häufig seine jungen Geliebten wechselt. Ihr behagliches, sorgloses Dasein – geprägt von Sonnenbädern, Partys und Céciles erster Sommerliebe – wird jäh durch die Ankunft von Anne unterbrochen, einer kultivierten, intelligenten und strengen Freundin von Céciles verstorbener Mutter. Als sich Raymond und Anne verloben, bringt Anne Ordnung, Disziplin und hohe moralische Maßstäbe in die Familie und gefährdet damit die Freiheit, die Vater und Tochter zuvor genossen hatten. Aus Angst, sowohl ihren Vater als auch ihre eigene Unabhängigkeit zu verlieren, ersinnt Cécile einen berechnenden Plan, um die beiden zu entzweien; dabei spannt sie die ehemalige Geliebte ihres Vaters sowie ihren eigenen Freund Cyril ein. Doch was als harmloses Spiel gedacht war, gerät bald außer Kontrolle und führt zu einem tragischen Ausgang. Mit meisterhaftem Geschick und einem Hauch raffinierter Melancholie schildert Sagan den Übergang vom kindlichen Egoismus zur reifen Erkenntnis von Schuld und unausweichlichem Leid.
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