
Dunje 1983: Izabrane pjesme
Die Gedichtsammlung Dunja 1983 von Jergović stellt den ersten umfassenden Überblick über das poetische Werk von Miljenko Jergović dar, der 1966 in Sarajevo geboren wurde und zu den einflussreichsten zeitgenössischen Schriftstellern der Region zählt.
Der Band enthält fünf Gedichtsammlungen: „Warschauer Observatorium“ (1988, ausgezeichnet mit dem Goran- und dem Mako-Dizdar-Preis), „Lernt heute Abend jemand Japanisch in dieser Stadt?“ (1990), „Himmel Comando“ (1992), „Über die gefrorene Brücke“ (1996) und „Hauzmajstor Šulc“ (2001, ausgezeichnet mit dem Premio Napoli). Ergänzt wurden unveröffentlichte Gedichte sowie solche aus Zeitschriften („Unsere Tage“, „Valter“), die andernfalls verstreut und nicht zugänglich waren.
Wie der Verleger Durieux betont, soll die Sammlung einen Einblick in das beeindruckende poetische Schaffen geben, das parallel zu Jergovićs Prosawerk („Sarajevo Marlboro“, „Mama Leone“) entstand. In Literaturzeitschriften wurde das Buch als Schlüsseldokument für das Frühwerk des Autors gelobt: Stil der Neuen Welle mit erotischen, Kriegs- und Liebesmotiven, Sarajevoer Dialekt, Wiederholungen und einer Vorahnung des Krieges („Sarajevo wird brennen“). Die Gedichte über Vater und Stadt sind ergreifend, voller obsessiver Bilder und dem Underground-Geist der 80er Jahre.
Kritiker heben die Tiefe von Jergovićs Lyrik hervor: von sanfter Traurigkeit bis hin zu prophetischen Visionen, und vergleichen sie mit Šantić und Ršumović. Das Buch ist unverzichtbar geworden, um Jergovićs poetisches, vielschichtiges Erbe zu erkunden – eine Parallelwelt zu seinem Prosa-Ruhm. Die Ausgabe von 2005 ist selten und bei Sammlern begehrt.
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