
Polagana smrt Luciane B.
Luciana B., eine ehemalige Assistentin des berühmten Schriftstellers Kloster, glaubt, dass Kloster sich systematisch an ihr rächt. Sie sucht Hilfe bei einem weniger bekannten Schriftsteller; zwei widersprüchliche Versionen der Ereignisse führen zu einem s
Der langsame Tod der Luciana B. (2007) ist ein raffinierter Psychothriller mit Horror- und Dramaelementen. Luciana B., die ehemalige Assistentin des berühmten Schriftstellers Kloster, glaubt nach Jahrzehnten tragischer Todesfälle ihrer Angehörigen, dass Kloster sich systematisch an ihr rächt. Sie sucht Hilfe bei einem weniger bekannten Schriftsteller; zwei widersprüchliche Versionen der Ereignisse führen zu einem nervenaufreibenden Spiel um Wahrheit und Rache.
Die Geschichte wird von einem unbekannten Schriftsteller erzählt, der Luciana B. vor zehn Jahren kennenlernte, ein junges, schönes und lebensfrohes Mädchen, das als Sekretärin und Diktiergerät für den berühmten, geheimnisvollen Schriftsteller Kloster arbeitet. Nach einem Vorfall zerbricht die Beziehung, und Luciana verschwindet aus seinem Leben. Zehn Jahre später, verändert, mit beginnender Glatze und verängstigt, sucht sie den Schriftsteller und Erzähler auf: Sie behauptet, Kloster habe nach einer Reihe von „unglücklichen“ Todesfällen (Eltern, Freunde, Angehörige) ihr Leben aus Rache systematisch zerstört.
Parallel dazu hören wir Klosters Version: Er ist das Opfer – Luciana habe versucht, seine Ehe und Karriere zu zerstören, und die Tragödien (der Tod eines Kindes, die Scheidung) hätten ihr in die Hände gespielt. Der Erzähler ist zwischen zwei Erzählungen gefangen und versucht, die Wahrheit zu ergründen, während sich neue Ereignisse (Todesfälle, Drohungen) häufen und auf Klosters Schuld hindeuten – oder vielleicht auch nicht.
Martínez baut meisterhaft Spannung durch gegensätzliche Perspektiven, Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Erzählers, literarische Anspielungen und eine Atmosphäre der Paranoia auf. Der Roman ist kein klassischer Kriminalroman mit einer klaren Auflösung, sondern ein introspektives Spiel um Rache, Wahnsinn und Macht in der Welt der Schriftsteller. Der Stil ist elegant, präzise und von mathematischer Logik geprägt (der Autor ist Mathematiker) – perfekt für alle, die Borges' Labyrinthe in moderner Form mögen.
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