
Studije i članci I.
Studien und Artikel I (1944) enthält eine Auswahl der wichtigsten literaturwissenschaftlichen Studien und Essays des Autors über Janko Leskovar, August Šenoa, Gjalski, Eugen Kvaternik, Milan Ogrizović und das kroatische Theater. Eine ausgereifte kritische
Der achte Band von Nehajevs Gesammelten Werken vereint die bedeutendsten essayistischen und kritischen Arbeiten des Autors. Dieser Band präsentiert Nehajev als scharfsinnigen Literaturkritiker und Essayisten, der psychologische Tiefe, umfassendes kulturelles Bewusstsein und einen subtilen analytischen Stil vereint.
Im Mittelpunkt des Bandes stehen Studien zu Schlüsselfiguren der kroatischen Literatur. Nehajev analysiert Janka Leskovar, eine Schriftstellerin ähnlicher Sensibilität, und hebt dabei Motive der Dekadenz, der provinziellen Melancholie und der psychologischen Komplexität hervor. Besondere Aufmerksamkeit widmet er August Šenoa, insbesondere dessen journalistischem Werk, das er als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und Polemiker würdigt, der die kroatische Literaturszene maßgeblich prägte. Der Autor blickt auch auf seine Zeitgenossen zurück – er schreibt über Vladimir Nazor, Milan Ogrizović (Nachruf) und Ksaver Šandor Gjalski, deren Werke er mit Respekt und kritischer Distanz betrachtet. Besonders interessant ist die Untersuchung des Jugenddramas Eugen Kvaternik, in der Nehajev einen literarischen Ansatz mit einem historischen und politischen Kontext verbindet. Im Essay Über das Brevier von Stanko Vraz beweist er ein tiefes Verständnis für romantische Lyrik und Vraz’ poetische Sensibilität.
Ein eigenes Kapitel ist dem kroatischen Theater gewidmet, einem Bereich, in dem Nehajev jahrzehntelang als einflussreicher Kritiker tätig war. Hier präsentiert er seine Sicht auf die Entwicklung der Theaterkunst, des Repertoires und die Rolle des Theaters im nationalen Leben.
Alle Studien und Artikel sind von Nehajevs charakteristischem Stil geprägt – elegant, präzise und psychologisch tiefgründig. Er begnügt sich nicht mit oberflächlichen Beurteilungen der Werke, sondern dringt in die Innenwelt der Autoren ein, erforscht die Motive ihrer Kreativität und ordnet sie in einen breiteren europäischen und nationalen Kontext ein. Seine Kritik ist oft von einer persönlichen Note, subtiler Ironie und einem tiefen Verständnis des Konflikts zwischen Künstlern und Gesellschaft geprägt.
Diese Ausgabe von 1944 ist Teil der gesammelten Werke von Milutin Cihlar Nehajev (1880–1931) und heute selten, insbesondere mit dem Originaleinband. Sie ist Pflichtlektüre für alle, die sich für die kroatische literarische Moderne, den Realismus und die Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts interessieren.
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