
Berlinski rukopis
Ein lyrischer, autobiografischer Roman über Berlin als Ort der Erinnerung, der Identität und des Exils, in dem Irena Vrkljan persönliche Geschichte, Kunst und Fragmente europäischer Kultur miteinander verwebt.
Das Berliner Manuskript setzt den autobiografischen Zyklus fort, den Irena Vrkljan mit den Romanen Seide, Schere und Marina oder Über Biografie begonnen hat. Im Zentrum der Erzählung steht Berlin – die Stadt, in der die Autorin jahrelang lebte, aber auch Symbol für den inneren Raum der Erinnerung, der Einsamkeit und der ständigen Suche nach ihrer eigenen Identität.
Der Roman ist fragmentarisch aufgebaut, als eine Reihe von Notizen, Erinnerungen, Begegnungen und Reflexionen. Die Grenzen zwischen Autobiografie, Roman, Tagebuch und Essay werden bewusst verwischt, sodass die Erzählung durch die Verknüpfung persönlicher Erfahrungen mit literarischen, künstlerischen und kulturellen Bezügen entsteht. Die Zeit verläuft nicht linear, sondern Vergangenheit und Gegenwart sind ständig miteinander verwoben und bilden ein Mosaik der Erinnerungen.
Wichtige Themen sind Exil, Zweisprachigkeit, Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit, weibliche Identität und das Verhältnis von Leben und Schreiben. Berlin ist nicht bloß Kulisse, sondern ein aktiver Gesprächspartner der Erzählerin, eine Stadt, in der persönliche Geschichte auf europäisches Kulturerbe und die Erfahrung des modernen Menschen trifft.
Der poetische, zurückhaltende und zutiefst introspektive Stil, reich an Assoziationen und intertextuellen Bezügen, macht Das Berliner Manuskript zu einem der bedeutendsten Werke kroatischer autobiografischer und modernistischer Prosa der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Es werden zwei Exemplare angeboten
Kopiennummer 1
Kopiennummer 2
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