
Riječka država: od Londonskog pakta i Danuncijade do Rapalla i aneksije Italiji
Eine historische und politische Monographie von Ferdo Čulinović (1897–1971), einem bedeutenden kroatischen Rechtshistoriker, über die turbulente Geschichte von Rijeka von 1915 bis 1924, mit Schwerpunkt auf der italienischen Besatzung und dem Vertrag von R
Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die Ereignisse in Rijeka vom Ersten Weltkrieg bis zur endgültigen Annexion durch Italien. Čulinović analysiert detailliert:
Den Vertrag von London (1915) und die geheimen Versprechungen an Italien
Die Besetzung Rijekas und seines Umlands nach 1918
Die D’Annunziata – der Einzug Gabriele D’Annunzios und die Ausrufung der italienischen Verwaltung Rijekas (1919–1920)
Die Gründung des Freistaats Rijeka
Die Verhandlungen und die Unterzeichnung des Vertrags von Rapallo (1920)
Die endgültige Annexion Rijekas durch Italien (1924)
Der Autor nähert sich dem Thema aus jugoslawischer (kroatischer) Perspektive und betont die Rechtswidrigkeit des italienischen Vorgehens, den Expansionismus und die Gewalt gegen die kroatische Bevölkerung. Als Rechtshistoriker widmet er sich insbesondere Staats- und Rechtsfragen, internationalen Verträgen, dem Status von Rijeka und der Verletzung des Selbstbestimmungsrechts der Völker.
Das Buch ist im Geiste der jugoslawischen Geschichtsschreibung der frühen sozialistischen Zeit verfasst – wissenschaftlich fundiert, aber mit einer klaren ideologischen Haltung gegen italienischen Imperialismus und Faschismus. Es stellt eine der ersten systematischen Synthesen der Rijeka-Frage nach dem Zweiten Weltkrieg dar.
Heute gilt es in der kroatischen Geschichtsschreibung als Klassiker zu diesem Thema, obwohl es in einem bestimmten ideologischen Kontext verfasst wurde. Es wird als wichtige Literatur für das Studium der Rijeka-Krise, des Vertrags von Rapallo, des Abenteuers von d’Annunzio und der jugoslawisch-italienischen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit herangezogen.
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