
Die amerikanische Braut
Ein psychologischer Roman des italienischen Schriftstellers und Regisseurs Mario Soldati über eine Dreiecksbeziehung, der später verfilmt wurde: der italienische Professor Edoardo, seine amerikanische Frau Edith und deren Freundin Anna. Leidenschaft, Täus
Die Hauptfigur, Edoardo Talucci, ein junger italienischer Student der amerikanischen Literatur, reist in den 1960er Jahren in die USA. In Connecticut verliebt er sich in Edith Sladek, eine blonde, kühl wirkende Tschechin, die in der Mensa arbeitet. Nach ihrer Rückkehr nach Italien heiraten sie.
Im Moment der Trauung in einer piemontesischen Kirche begegnet Edoardo zum ersten Mal Anna Russo, Ediths bester Freundin und Schwägerin (der Frau ihres Bruders Vaclav). Es ist Liebe auf den ersten Blick. Die beiden Paare verbringen ihre Flitterwochen gemeinsam in Venedig und leben anschließend in Amerika (Edoardo lehrt in Berkeley).
Edoardo beginnt eine leidenschaftliche, heimliche Affäre mit der geheimnisvollen, sinnlichen Anna, während er gleichzeitig Edith treu bleibt. Er kann sich nicht zwischen Liebe und körperlicher Leidenschaft entscheiden. Dieses Spiel dauert Jahre, bis Edith schwer erkrankt (an einem Hirntumor). Nach ihrem Tod erlischt Edoardos Leidenschaft für Anna.
Soldati erkundet mit Humor, psychologischer Schärfe und der filmischen Technik der Rückblende Begierde, Schuldgefühle, Eifersucht und das Leben zwischen zwei Kulturen und zwei Frauen. Ein kurzer, eleganter und intensiver Roman über die Unmöglichkeit vollkommenen Glücks.
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