
Delirious New York: A Retroactive Manifesto for Manhattan
Rem Koolhaas' „Delirious New York“ (1978) ist ein retrospektives Manifest Manhattans. Das Buch untersucht den „Manhattanismus“ – einen urbanen Zustand, der von Dichte, Technologie und Fantasie geprägt ist und die Architektur neu definiert.
Delirious New York: Ein rückwirkendes Manifest für Manhattan des niederländischen Architekten Rem Koolhaas, erschienen 1978, zählt zu den einflussreichsten Werken der modernen Architektur- und Stadtforschung. Anstatt einer klassischen theoretischen Studie bietet Koolhaas eine dynamische und visionäre Interpretation New Yorks als urbanes Labor, in dem sich die moderne Kultur ungeplant, aber mit einer außergewöhnlich starken inneren Logik entwickelte.
Das zentrale Konzept des Buches ist der „Manhattanismus“ – ein unausgesprochenes urbanes Doktrinsystem, das auf der Kultur der Überlastung basiert. Koolhaas argumentiert, dass Manhattan menschliche Wünsche, Fantasien und den technologischen Fortschritt in physische Strukturen kanalisiert. Anhand der Analyse von Schlüsselphänomenen wie dem Vergnügungspark Coney Island als Testfeld für urbane Fantasien, der Rasterstruktur der Stadt und Wolkenkratzern als unabhängigen „Inseln“ zeigt der Autor, wie die Stadt Spitzentechnologie, Kapitalismus und Vorstellungskraft vereint hat.
Besonders bemerkenswert ist die Analyse von Wolkenkratzern, die völlig unterschiedliche Zwecke und Welten in einem Gebäude vereinen – von privaten Clubs bis hin zu Indoor-Sportanlagen. Koolhaas beweist in seinem Buch, dass Manhattan eine Stadt ist, die geschaffen wurde, um kollektive, unbewusste Wünsche in architektonische Realität umzusetzen.
Angeboten wird ein Exemplar





