
Mali čarobnjak
Der Kinderroman „Der kleine Zauberer“ von Zdravko Cepanec erkundet anhand der fantasievollen und lehrreichen Abenteuer eines ungewöhnlichen Jungen Themen wie das Erwachsenwerden, Freundschaft, kindliche Neugier und die Kraft der Fantasie im Alltag.
„Der kleine Zauberer“ (1959) ist ein Kinderbuch des kroatischen Schriftstellers Zdravko Cepanec, das in einer Zeit erschien, als sich die heimische Kinderliteratur zunehmend Elementen der Fantasie, der Verspieltheit und der freien Vorstellungskraft öffnete. Im Mittelpunkt des Romans steht ein Junge, der die außergewöhnliche Gabe besitzt, in alltäglichen, gewöhnlichen Dingen und Situationen Magie zu entdecken und sich eine eigene, fantasievolle Welt zu erschaffen. Anhand einer Reihe warmherziger und humorvoller Episoden schildert der Autor kindliche Abenteuer, den Schulalltag, das Spiel sowie die Beziehungen zu Freunden und Familie. Die „Magie“ im Titel steht nicht für Zauberei im eigentlichen Sinne, sondern symbolisiert die kindliche Kreativität, die Unbeschwertheit und die Fähigkeit, die Welt aus einer anderen, helleren Perspektive zu betrachten. Auf unaufdringliche Weise vermittelt die Geschichte pädagogische und ethische Botschaften über die Bedeutung von Ehrlichkeit, Empathie, gegenseitiger Hilfe und der Bewahrung kindlicher Reinheit in der Welt der Erwachsenen. In einer zugänglichen und lebendigen Sprache verfasst, ist „Der kleine Zauberer“ ein wertvolles Beispiel kroatischer Kinderprosa aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, das die ungezügelte Fantasie von Kindern und den Zauber feiert, der in der Schlichtheit des Alltags verborgen liegt.
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