
Ljubi bližnjega svoga
„Liebe deinen Nächsten“ schildert das Schicksal von Flüchtlingen, die vor dem Nationalsozialismus fliehen und in Europa Zuflucht suchen. Der Roman erzählt von Angst, Verfolgung, Liebe und dem Kampf um ein würdevolles Leben.
„Liebe deinen Nächsten“ ist ein Roman des deutschen Schriftstellers Erich Maria Remarque, der 1941 erschien. Die Geschichte spielt in Europa vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, als das NS-Regime politische Gegner, Juden und andere unerwünschte Gruppen verfolgte.
Die Hauptfigur, Ludwig Kern, ist ein junger deutscher Flüchtling ohne Staatsbürgerschaft, der auf der Suche nach Sicherheit immer wieder Landesgrenzen überschreitet. Auf dieser Reise begegnet er Ruth Holland, einem Mädchen, das ebenfalls im Exil lebt. Zwischen ihnen entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung, die ihnen inmitten der Ungewissheit Hoffnung schenkt. Auch Josef Steiner, ein erfahrener Emigrant, der seine Findigkeit und Lebenserfahrung nutzt, um anderen Flüchtlingen zu helfen, spielt eine wichtige Rolle.
Die Figuren leben ohne festen Wohnsitz, Pässe oder sicheres Einkommen und sind ständig der Gefahr von Verhaftung, Abschiebung oder erzwungener Rückführung in die Länder ausgesetzt, aus denen sie geflohen sind. Remarque beschreibt detailliert ihren täglichen Kampf, ihre Demütigungen und ihr Gefühl, nirgendwo dazuzugehören. Trotz der schwierigen Umstände entwickeln sich Freundschaft, Solidarität und gegenseitige Hilfe unter ihnen, was zeigt, dass die Menschheit selbst in den härtesten Zeiten überleben kann.
Der Roman übt scharfe Kritik am Totalitarismus, an der Gleichgültigkeit europäischer Staaten gegenüber Flüchtlingen und am bürokratischen System, das Menschen grundlegende Rechte verweigert. Gleichzeitig feiert er Liebe, Hoffnung und Würde als Werte, die einem Menschen helfen, auch dann zu überleben, wenn er seine Heimat, seine Identität und seine Sicherheit verliert.
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