
Buick Rivera
Der Roman Buick Rivera (2002) erzählt die Geschichte zweier bosnischer Emigranten, Hasan Hujdur und Vuko Šalipur, deren Schicksale von der Vergangenheit und dem Identitätskonflikt geprägt sind. Jergović kritisiert subtil den amerikanischen „Schmelztiegel
Hasan, ein Bosniake, der vor dem Krieg in die USA eingewandert ist, ist ein Kameramann, der von seinem alten Buick Rivera von 1963 besessen ist, der ihm als Zufluchtsort vor seiner Entfremdung und der kalten Ehe mit Angela, einer deutschen Immigrantin, dient. Vuko, ein bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher, der unter falscher Identität vor seiner Vergangenheit flieht, taucht auf, als Hasans Rivera im Schnee stecken bleibt. Ihre Begegnung löst dramatische Ereignisse aus, die das Leben aller Beteiligten innerhalb von 24 Stunden verändern.
Der Roman behandelt Themen wie Nostalgie, Trauma und kulturelle Spaltung und zeigt, wie die Hinterlassenschaften des Krieges und der ethnischen Spannungen im Bosnien der 1990er Jahre die Charaktere im multikulturellen Amerika bis heute verfolgen. Jergovićs Stil, ohne die klassische Kapiteleinteilung, aber mit flüssigem Erzählstil, betont die innere Komplexität der Charaktere. Hasan und Vuko, gegensätzlich in Glauben und Moral, stellen sich ihren eigenen Dämonen, während das Auto ihre Verbindung zur Vergangenheit symbolisiert. Der Roman wurde in neun Sprachen übersetzt und 2008 von Goran Rušinović in einen preisgekrönten Film adaptiert, der den Preis „Herz von Sarajevo“ gewann.
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