Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke (Prag, 1875 – Valmont in der Schweiz, 1926) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern und zu den Schlüsselfiguren der europäischen Moderne. Geboren wurde er als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke in eine bürgerliche Familie der damaligen österreichisch-ungarischen Monarchie. Nach seiner schwierigen Ausbildung an Militärakademien wandte er sich der Literatur zu, studierte in Prag, München und Berlin und knüpfte schon früh Kontakte zu den intellektuellen und künstlerischen Kreisen seiner Zeit. Der Name René wurde später durch Rainer ersetzt, was oft mit dem Einfluss von Lou Andreas-Salomé, einer der prägendsten Figuren in seinem Leben, in Verbindung gebracht wird.
Rilkes literarisches Schaffen umfasst Lyrik, lyrische Prosa, kürzere Prosaformen, Essays und einen umfangreichen Briefwechsel. In seiner frühen Schaffensphase war er vom Symbolismus und der Sensibilität des Jugendstils beeinflusst. Unter den Werken, die ihm breite Anerkennung einbrachten, ragt Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke heraus. Reisen nach Russland Ende des 19. Jahrhunderts, Begegnungen mit Künstlern und tiefgreifende spirituelle Erfahrungen prägten seine Poetik nachhaltig, insbesondere sein Verhältnis zur Religiosität, zum inneren Leben und zum Bild des Menschen in der Welt.
Zu seinen wichtigsten Werken zählen der Gedichtband Das Stunden-Buch, der Gedichtband Das Buch der Bilder, der Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, der Zyklus Neue Gedichte, Duineser Elegien und Die Sonette an Orpheus. Darin entwickelt Rilke eine unverwechselbare poetische Sprache, die von hoher Sensibilität, tiefgründigem Denken, dichten Bildern und einem anhaltenden Interesse an den Themen Einsamkeit, Liebe, Kunst, Tod, Wandlung und den Grenzen menschlicher Erfahrung geprägt ist. Seine Beziehung zur bildenden Kunst ist besonders bedeutsam, was sich auch in seiner Verbindung zu Auguste Rodin zeigt, über den er schrieb.
Rilke ist ein Autor, dessen Werk den Übergang vom späten 19. Jahrhundert zur Hochmoderne des 20. Jahrhunderts markiert. Er schrieb auf Deutsch, führte aber ein dezidiert europäisches Leben zwischen Prag, Paris, München, Duino, der Schweiz und anderen Kulturzentren. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und gehören fest zum Weltkanon. Rilke gilt als Dichter innerer Spannung und spiritueller Reife, und sein Werk nimmt bis heute einen zentralen Platz in der Geschichte der modernen Literatur ein.
Titel im Angebot
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
Die antiquarische Ausgabe von Rilkes Frühwerk Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke bringt poetische Prosa über Liebe, Krieg und Tod und ist von besonderem Wert für Sammler früher Ausgaben.
Priče o dragom Bogu
Rilkes Erzählungen von einem lieben Gott enthalten eine Reihe lyrischer Prosatexte über Glauben, Kindheit und Armut und nehmen einen wichtigen Platz in seiner frühen Phase ein, im Übergang vom Symbolismus zu einer reiferen Poetik.
Zapisci Maltea Lauridsa Briggea
Rainer Maria Rilkes „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ (1910), sein einziger Roman, ist ein introspektiver und poetischer Bericht über die inneren Konflikte des jungen dänischen Adligen Malte Laurids Brigge in Paris.
Zapisci Malte Laurids Briggea
Rainer Maria Rilkes „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ (1910), sein einziger Roman, ist ein introspektiver und poetischer Bericht über die inneren Konflikte des jungen dänischen Adligen Malte Laurids Brigge in Paris.



