
Tri starofrancuske hronike o Zadru u godini 1202.
Das Buch stellt drei in Altfranzösisch verfasste Quellen vor, die die Belagerung und Eroberung von Zadar durch die Kreuzfahrer des Vierten Kreuzzugs beschreiben, einen der dramatischsten Momente in der mittelalterlichen dalmatinischen Geschichte.
In dieser Ausgabe vereint Nikola Majnarić drei altfranzösische Chroniken, die aus der direkten Perspektive der Beteiligten die Ereignisse des Jahres 1202 schildern. Damals belagerten und eroberten die Kreuzfahrer – anstatt ins Heilige Land zu ziehen – auf Bitten Venedigs Zadar, eine christliche Stadt unter der Herrschaft des ungarisch-kroatischen Königs. Die Chroniken stammen aus der Feder verschiedener Teilnehmer und Beobachter des Kreuzzugs, was der Sammlung eine vielschichtige Struktur und unterschiedliche Tonlagen verleiht: von nüchternen Militärberichten bis hin zu moralischen Dilemmata und Versuchen, den umstrittenen Angriff zu rechtfertigen.
In der Einleitung und den Anmerkungen erläutert Majnarić den Kontext: die politischen Interessen der Republik Venedig, die internen Probleme der Kreuzfahrer und den jahrzehntelangen Streit zwischen Zadar und Venedig. Die Zeugnisse selbst offenbaren die Dynamik der Belagerung – Verhandlungen, Drohungen, militärische Vorbereitungen –, aber auch den Schock der Kreuzfahrer über den Angriff auf eine Stadt, die zumindest formal Teil der christlichen Gemeinde war, die sie zu „verteidigen“ hatten. Die Texte vermitteln eine Spannung zwischen religiösem Idealismus und politischer Manipulation: Chronisten halten die Rechtfertigungen der Anführer, das Misstrauen der einfachen Soldaten und den letztendlichen, gewaltsamen Ausgang fest.
Majnarićs Auswahl und Kommentierung ermöglichen es dem modernen Leser, diese Ereignisse aus der Perspektive derer zu verstehen, die sie vor über acht Jahrhunderten niederschrieben, und bewahren dabei den Ton und die Atmosphäre der altfranzösischen Originale.
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