
Harikla
Es scheint, als sei in Ana Jurišićs Gedichtsammlung „Harikla“ alles geschehen, was hätte geschehen sollen und was nicht, doch die Folgen schließen Überraschungen und Unerwartetes nicht aus.
Die Einfachheit, die sich in der Sprache mit Annahmen, Zweifeln und Entdeckungen widerspiegelt. Wer bin ich?, oder was ist mein Anderer?, ist nicht bloß eine flüchtige Frage oder ein Vorwand für Erzählpassagen, in denen man eine Geschichte von Verlust und Kompensation für das vermutet, was hätte sein können. Doch gerade in diesem Zwischenraum wird der Überschuss (oder das Defizit) ausgeglichen, der eingeschrieben und ausgelöscht wird, um zu einem vollständigen Bild zu gelangen: des Daseins, wenn ein so einfaches Wort die Unbehaglichkeit und Leidenschaft des Alltags beschreiben kann. Singen im Alltag: vom Sprechen der Vergangenheit über die Zukunft und umgekehrt, Vergangenheit Zukunft als Wahrnehmung der eigenen Zugehörigkeit zu grammatikalischen und vielen anderen Determinanten und Zeichen: feminin/maskulin; extern/intern; sichtbar/unsichtbar; objektiv/abstrakt.
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