
Prokleti grad: Maledictum castrum Medved
Ein historischer Roman, der in der Gegend um Medvedgrad und im Zagreber Stadtteil Gradec spielt. Er schildert politische Intrigen, Machtkämpfe, Konflikte zwischen Adel und Bürgern sowie das Schicksal des Mädchens Janja, einem Symbol für Freiheit und Opfer
Velimir Deželić senior (1864–1941) veröffentlichte den Roman Die verfluchte Stadt (Untertitel Maledictum castrum Medved) in der Reihe „Bibliothek guter Romane“ der Kroatischen Literarischen Gesellschaft des Heiligen Hieronymus. Das Werk ist ein Klassiker des kroatischen historischen Romans vom Beginn des 20. Jahrhunderts und spielt im Zagreb und seiner Umgebung im 15. Jahrhundert.
Der Roman schildert eine turbulente Zeit der kroatischen Geschichte – eine Zeit des Konflikts zwischen Adelsfamilien, bischöflichen Autoritäten und dem libertären Bürgertum von Zagreb Gradec. Im Zentrum steht die Festung Medvedgrad, deren düstere Legende und unheilvolle Atmosphäre das gesamte Werk durchziehen. Der Autor verknüpft gekonnt historische Ereignisse mit Fiktion und schildert politische Intrigen, Verrat, Machtkämpfe und den Alltag im mittelalterlichen Zagreb.
Zwei Handlungsstränge des Romans – der historisch-politische und der Liebesstrang – vereinen sich um die Figur des Mädchens Janja und ihr Schicksal. Deželić betont die Ideale der bürgerlichen Freiheit, des kroatischen Patriotismus und des Widerstands gegen die feudale Tyrannei. Der Stil ist typisch für die Epoche: dynamisch, romantisch, mit detailreichen Landschaftsbeschreibungen und lebendigen Dialogen.
Der Roman erfreute sich zu seiner Zeit großer Beliebtheit bei Lesern, die nach nationalhistorischer Fiktion suchten. Heute wird er als interessante Darstellung des mittelalterlichen Zagrebs und als Teil von Deželićs Werk historischer Romane (neben Im Dienste des Kalifen, Der erste König usw.) geschätzt.
Das Werk ist typisch für die kroatische historische Prosa des frühen 20. Jahrhunderts – romantisch, patriotisch und lehrreich.
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