
Putovi pored znakova
Das Buch behandelt verschiedene Themen der neueren kroatischen Literatur, die die Suche nach poetischen Ursprüngen bestimmter Probleme und die Analyse kultureller und geschlechtsspezifischer Identitäten gemeinsam haben.
Das kaiserliche Diplom vom 20. Oktober 1860 markierte das Ende von Bachs Absolutismus, einer der dunkelsten Epochen der jüngeren kroatischen Geschichte. Diese Zeit war in der Literatur geprägt von der Unterdrückung der Renaissancebegeisterung, kultureller Depression, Germanisierung und Rückschritt. In den 1860er Jahren begann sich das kulturelle Leben wieder freier zu entfalten, und in allen Bereichen war ein neuer Aufschwung zu beobachten. Nach Jahrzehnten der Disziplin war auch in der Literatur ein Hauch von Freiheit spürbar. Eine neue Generation von Schriftstellern betrat die literarische Bühne und prägte die kroatische Literatur der folgenden zwei Jahrzehnte maßgeblich. Diese neue Generation scharte sich vor allem um die Zeitschriften „Naše gore list“ (1861 vom Zagreber Kaufmann Mijo Krešić gegründet) und „Glasonoša“ (ebenfalls 1861 in Karlovac vom Drucker Abel Lukšić gegründet). Wenn wir auch erwähnen, dass Ljudevit Gaj 1863 die Zeitschrift „Danica“ (die bis Ende 1867 erschien) neu auflegte und die Zeitungen „Književnik“, „Slavonac“, „Dragoljub“ und ab 1869 auch „Vienca“ erschienen, wird deutlich, dass allmählich die Voraussetzungen für ein differenzierteres und vielfältigeres literarisches Leben geschaffen wurden.
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