
Fides publica (Javna vera) u pravnoj istoriji Srba i Hrvata do kraja XV veka
„Fides publica (Öffentlicher Glaube)“ (1930) ist eine bemerkenswerte rechtshistorische Studie von Marko Kostrenčić über die Entwicklung der öffentlichen Glaubwürdigkeit von Urkunden, notariellen Institutionen und der Rechtssicherheit im mittelalterlichen
Das Buch Fides publica (Öffentlicher Glaube) in der Rechtsgeschichte der Serben und Kroaten bis zum Ende des 15. Jahrhunderts des kroatischen Rechtshistorikers und Mediävisten Marko Kostrenčić erschien 1930 als umfassende wissenschaftliche Studie über eines der grundlegenden Elemente des mittelalterlichen Rechts – den öffentlichen Glauben (Fides publica). Das Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Rechtsgeschichte der südslawischen Länder und zur Entwicklung der historischen und rechtswissenschaftlichen Wissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ausgehend von Quellen des römischen, kanonischen und mittelalterlichen europäischen Rechts untersucht der Autor, wie das Vertrauen in öffentliche Urkunden und die zu deren Erstellung und Beglaubigung befugten Personen entstanden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Tätigkeiten von Notaren, Kanzleien sowie kirchlichen und weltlichen Institutionen, die mit ihrer Autorität die Echtheit von Rechtsakten gewährleisteten. Kostrenčić analysiert die Entstehung und Entwicklung des öffentlichen Glaubens auf dem Gebiet der heutigen kroatischen und serbischen Länder und untersucht dessen Besonderheiten im Kontext westeuropäischer Rechtstraditionen.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen Urkunden, Verträge, Gerichtsakten und andere mittelalterliche Dokumente mit Beweiskraft im Rechtsverkehr. Der Autor zeigt auf, wie das Prinzip des öffentlichen Glaubens zur Rechtssicherheit, zum Schutz von Eigentumsrechten und zur Stabilität sozialer Beziehungen beitrug. Gleichzeitig betrachtet er den Einfluss kirchlicher Institutionen, Kommunen und staatlicher Behörden auf die Entwicklung des Systems der Beglaubigung und Aufbewahrung von Dokumenten.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine gründliche Analyse des Originalmaterials, einen vergleichenden Ansatz und profunde Kenntnisse der europäischen Rechtsgeschichtsschreibung aus. Aufgrund ihrer wissenschaftlichen Präzision und der umfassenden Dokumentation gilt sie als eines der wichtigsten Werke zum mittelalterlichen Recht der Serben und Kroaten. Das Buch stellt nach wie vor eine unverzichtbare Quelle für das Studium der Rechtsgeschichte, der Diplomatie, der Geschichte notarieller Institutionen und der Entwicklung der Rechtskultur in Südosteuropa während des Mittelalters dar.
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