Mladi Krleža i njegovi kritičari (1914-1924)

Mladi Krleža i njegovi kritičari (1914-1924)

Stanko Lasić

Lasićs Studie verwendet die Methode des ontologischen Strukturalismus, um Krležas Frühwerk (1914–1924) und die kritischen Reaktionen darauf zu analysieren und die Spannung zwischen ästhetischer Autonomie und ideologischem Engagement aufzuzeigen.

Stanko Lasićs Monografie Der junge Krleža und seine Kritiker (1914–1924) ist eine Schlüsselstudie zur kroatischen Krleža-Forschung, die durch die Anwendung des ontologischen Strukturalismus über die klassischen biographischen und literaturhistorischen Ansätze hinausgeht. Lasić betrachtet Krležas Frühwerk nicht isoliert, sondern in untrennbarer dynamischer Verbindung mit der Rezeption durch seine Zeitgenossen und legt damit das methodische Fundament für seine spätere monumentale Krleža-Forschung.

Die Arbeit gliedert sich in vier analytische Ebenen: eine immanente Interpretation des Frühwerks (expressionistische Dramen, Legenden, Lyrik und Kriegsprosa), eine Typologie der kritischen Reaktionen, eine Analyse des soziohistorischen Kontextes und eine metakritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Krleža-Forschung. Lasić ordnet die verschiedenen Strömungen präzise ein, von der traditionellen bürgerlichen Kritik – die in Krležas Ausdruck „Chaos“ und einen Verstoß gegen den Kanon sieht – bis hin zur Avantgarde und der frühen Linken, die ihn auf ein ideologisches und propagandistisches Instrument reduzieren wollen.

Der Inhalt des Buches basiert auf der Offenlegung der grundlegenden Spannung im jungen Krleža: dem Konflikt zwischen dem Gebot ästhetischer Autonomie und der Hegelschen Notwendigkeit historischen und politischen Engagements. Durch die Analyse der Polemiken und Missverständnisse seiner Zeitgenossen in der entscheidenden Phase des Zusammenbruchs Österreich-Ungarns und der Entstehung des Königreichs der Serben, Kroaten, Kroaten und Slowenen rekonstruiert Lasić nicht nur die mentale und ästhetische Landkarte der kroatischen Gesellschaft, sondern schildert auch wissenschaftlich präzise den Prozess, durch den sich der umstrittene Autor bis 1924 als zentrale Figur der kroatischen Literatur etablierte.

Titelseite
Bronislav Fajon
Maße
24 x 16 cm
Seitenzahl
668
Verlag
Globus, Zagreb, 1987.
 
Latein Schrift. Fester Einband mit Schutzumschlag.
Sprache: Kroatisch.

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