
Malo prije svega odavno smo
„Ein wenig vor allem, vor langer Zeit sind wir“ ist die elfte Gedichtsammlung von Goran Rem (geb. 1958 in Osijek), einem Dichter, Essayisten, Literaturhistoriker und Mitglied der Quorum-Generation in der kroatischen Literatur.
Der Titel – paradox und nostalgisch – suggeriert einen Moment, der „kurz vor“ der Gegenwart lag, aber „längst“ vergangen ist: das Gefühl, dass Liebe, Leben oder Glück bereits da waren, aber vermisst wurden oder verschwunden sind. Die Sammlung ist ein intimes Liebesliederbuch – eine „Liebesgeschichte zu zweit und zu dritt“ (wie der Autor es selbst beschreibt) –, in dem Erinnerungen, Sehnsucht, Ironie und das feine Rauschen der Liebe sich in den Gedichten verweben.
Die Gedichte beginnen als sprachliche „Provokationen“ (mit Wortspielen, Anspielungen und Intertextualität) und enden mit der gewonnenen Freiheit, die dem Leser angeboten wird. Rem nutzt Rhythmus, Wiederholung und subtile Ironie, um die Liebe als Tanz, Flüstern und Rauschen darzustellen – eine emotionale Geschichte voller Zärtlichkeit, Traurigkeit und Klarheit.
Der Stil ist reif, vielschichtig, mit einem Hauch postmoderner Verspieltheit, aber zutiefst emotional – ohne Pathos, mit dem Fokus auf Gefühle, die sich nicht fassen, sondern nur andeuten lassen. Kritiker heben hervor, dass dies Remos intimste und gefühlvollste Sammlung ist, in der der Gemeinschaftsgeist auf persönliche Lyrik trifft. Das Buch wird als erfrischende Stimme in der zeitgenössischen kroatischen Lyrik geschätzt – eine stille, aber kraftvolle Geschichte der Liebe, die schon lange existiert und doch immer schon ein wenig früher da war.
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