
Ni bos ni hadžija
Dieses Buch versammelt Kolumnen, die zwischen dem 7. März 2001 und dem 28. Oktober 2003 in der Zeitschrift *W A L T E R* erschienen sind und von deren Herausgeber verfasst wurden.
„Ni bos ni hadžija“ (2003) ist eine Sammlung von Kolumnen, Essays und journalistischen Beiträgen des renommierten bosnisch-herzegowinischen Journalisten und Schriftstellers Enver Čaušević. Der Titel, der auf ein charakteristisches Sprichwort zurückgeht – welches einen Zustand der Unentschiedenheit, des Schwebezustands und des Lebens „zwischen den Extremen“ beschreibt –, verspricht einen authentischen Einblick in die gesellschaftspolitische und kulturelle Landschaft Bosnien-Herzegowinas der Nachkriegszeit. Mit scharfem Blick fürs Detail, geistreichem Witz und einer Portion gesundem Sarkasmus analysiert Čaušević den Alltag der einfachen Menschen, politische Turbulenzen, Korruption, die mühsamen Transformationsprozesse sowie den Verlust moralischer Orientierung. Seine Texte sind zugleich bittere gesellschaftliche Chronik und berührendes menschliches Zeugnis über ein Volk, das inmitten komplexer und oft absurder gesellschaftlicher Verhältnisse um das Überleben ringt. Der Stil des Autors zeichnet sich durch Unmittelbarkeit, journalistische Dynamik, eine lebendige, volksnahe Sprache und tiefes Mitgefühl für die einfachen Menschen aus. „Ni bos ni hadžija“ bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis einer bestimmten Epoche, verfasst von einem erfahrenen Chronisten, der vor Ungerechtigkeit nicht die Augen verschließt und uns daran erinnert, wie wichtig es ist, sich persönliche Integrität und gesunden Menschenverstand zu bewahren.
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