
Nacija i emancipacija
Eine politikwissenschaftliche und soziologische Studie, die mithilfe kritischer Theorie und marxistischer Diskurse das Verhältnis zwischen der nationalen Frage, sozialer Emanzipation, Klassenkampf und gegenwärtigen politischen Prozessen analysiert.
Nacija i emancipacija (Nation und Emanzipation) von Vjekoslav Koprivnjak stellt einen bedeutenden theoretischen Beitrag zum jugoslawischen und kroatischen politischen und soziologischen Denken in der ersten Hälfte der 1980er Jahre dar – einer Zeit, die von intensiven Debatten über die „nationale Frage“, den selbstverwalteten Sozialismus und den Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung geprägt war. In diesem Werk analysiert der Autor aus einer kritisch-theoretischen Perspektive die komplexen Wechselbeziehungen und Spannungen zwischen den Konzepten von Nation, nationaler Identität sowie umfassender menschlicher und gesellschaftlicher Emanzipation. Koprivnjak untersucht die Phänomene Nationalismus, Ethnizität und staatliche Souveränität im Rahmen der marxistischen Theorie und geht der Frage nach, inwieweit die Nation als Instrument menschlicher Befreiung dienen kann, anstatt zu einem Hindernis oder einem Mittel politischer Manipulation zu werden. Durch die Analyse historischer Prozesse und zeitgenössischer gesellschaftspolitischer Strömungen unterstreicht der Autor, wie wichtig es ist, nationale Interessen mit den Prinzipien der Gleichheit, der sozialen Gerechtigkeit und der Demokratisierung in Einklang zu bringen. Die in einem analytischen, wissenschaftlichen und philosophisch fundierten Stil verfasste Studie bietet tiefe Einblicke in die ideologischen und theoretischen Dilemmata jener Ära. Nacija i emancipacija bleibt ein wertvolles Zeugnis der intellektuellen Auseinandersetzung mit der „nationalen Frage“ am Vorabend tiefgreifender politischer Umbrüche in Südosteuropa.
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