
Sabrana dela 1: Duga ljubav
Edward „Ned“ Haslatt liebt seine Frau Margaret innig, doch ihre Ehe ist ein stiller Kampf zwischen seiner idealisierten Hingabe und ihrem scharfsinnigen, nüchternen Pragmatismus – die Suche nach einer Liebe, die reift und nicht verglüht.
„Die lange Liebe“ ist der letzte Band von Pearl S. Bucks amerikanischer Trilogie, die sie ursprünglich unter dem Pseudonym John Sedges veröffentlichte. Anders als die chinesischen Sagen, für die die Autorin berühmt ist, handelt es sich hier um einen intimen, amerikanischen Roman über eine Ehe – ein Porträt einer Ehe mit all ihren Geheimnissen und Enttäuschungen.
Im Mittelpunkt stehen Edward „Ned“ Haslatt, ein sensibler und hingebungsvoller Mann, und seine Frau Margaret, eine starke und beherrschte Frau, die sich weigert, die Wahrheit durch Nachsicht zu verleugnen. Ned denkt nie an eine andere Frau; seine Liebe zu Margaret beginnt mit der Verlobung und wächst mit den Jahren. Doch Margaret hat eine Rivalin, die gefährlicher ist als jeder Liebhaber – ihr eigenes ungebändigtes Temperament.
Schon in der Verlobungszeit sagt Margaret offen zu Ned, dass sie stärker werden müsse, da sie nicht die Absicht habe, auf seine Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. So entwickelt sich die Ehe zu einem stillen Kampf zweier starker, aber unterschiedlicher Charaktere: Neds idealisierte Treue gegen Margarets harten Pragmatismus.
Buck dringt mit seltener Empathie in das Herz einer männlichen Hauptfigur ein – ungewöhnlich für Literatur und Leben. Der Roman verzichtet auf große Dramen; sein Drama ist schlicht der Alltag einer Ehe – die Zärtlichkeit, die kleinen Verletzungen, die kleinen Siege und Niederlagen, durch die zwei Menschen nach einer „langen Liebe“ streben, einer Liebe, die nicht erlischt, sondern mit den Jahren reift.
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