
Hrvatski bog Mars
Der kroatische Gott Mars bringt sieben Antikriegsromane hervor, in denen Krleža den Krieg als eine grausame, sinnlose Maschinerie darstellt, die den „kleinen Mann“ zerstört, und die Heuchelei des Militarismus und der Mythen über Heldentum entlarvt.
In der Sammlung „Der kroatische Gott Mars“ schildert Miroslav Krleža in sieben eindringlichen Kurzgeschichten den Krieg aus der Perspektive einfacher Heimatschützer – hungrig, erschöpft und verloren in einem System, das weder ihre Menschlichkeit noch ihre Stimme anerkennt. Statt Heldentum erscheint der Krieg als kalter, bürokratisierter Mechanismus, der die Menschen durch falsche Befehle, ideologische Verblendung und nationale Mythen zermürbt.
Jede Kurzgeschichte beleuchtet einen anderen Aspekt dieser Erfahrung: die Hölle im Lazarett in Kaserne Fünf Be, die groteske Mobilisierung in Drei Heimatschützern, das sinnlose Gemetzel in der Schlacht von Bistrica Lesna, das Schicksal einfacher Soldaten, die sterben, ohne den Grund dafür zu kennen. Symbolisch verkörpert der „kroatische Gott Mars“ die blutige Anti-Gottheit des Krieges, die über die Provinz herrscht, die einem anderen Imperium bedingungslos dient.
Krležas Stil ist scharf, sarkastisch und von tiefem Mitgefühl geprägt: Er prangert Militarismus und moralische Illusionen an, verurteilt aber nicht die Menschen – nur das System, das sie ins Verderben treibt. Deshalb blieb „Der kroatische Gott Mars“ eines der stärksten Antikriegswerke der kroatischen Literatur, brutal ehrlich und tragischerweise auch außerhalb des historischen Kontextes, in dem es entstanden ist, wiederzuerkennen.
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