
Poslanje žene: Putovi i zadaci feminizma
Paul Tourniers Buch „Die Mission der Frau“ präsentiert die Reflexionen des Schweizer Arztes, Theologen und Pioniers der „persönlichen Medizin“ über die Rolle und Mission der Frau in der heutigen Welt aus christlicher und psychologischer Perspektive.
Tournier geht von der Diagnose aus, dass die westliche Zivilisation überwiegend männlich geprägt ist – rational, technisch, aggressiv, auf Macht, Produktivität und äußeren Erfolg ausgerichtet. Diese Männlichkeit habe, so Tournier, zu einem Ungleichgewicht geführt: Entfremdung von Gefühlen, Beziehungen, Intimität und Spiritualität. Jahrhundertelang seien Frauen auf die private Sphäre des Hauses beschränkt und vom öffentlichen Leben und der Kultur ausgeschlossen gewesen, wodurch ein scharfer Kontrast zwischen männlicher „Pracht“ und weiblicher „Intimität“ entstanden sei.
Der Feminismus sieht den Kampf der Frauen für Gleichberechtigung und einen Ausweg aus dieser Beschränkung als gerechtfertigt an. Tournier warnt jedoch, dass der Weg zur Emanzipation ein zweischneidiges Schwert sein kann: Wenn eine Frau lediglich das männliche Modell imitiere (Konkurrenz, Karriere um jeden Preis, Unterdrückung von Sensibilität), verliere sie ihren spezifischen Wert und trage zu einem noch größeren Ungleichgewicht in der Zivilisation bei. Stattdessen hätten Frauen eine besondere Mission – der Welt zurückzugeben, was fehle: Sensibilität, Mitgefühl, Beziehungsfähigkeit, Fürsorge für den Menschen, eine spirituelle Dimension und eine heilende Liebe.
Tournier plädiert nicht für eine Rückkehr zur alten Unterordnung, sondern für die Komplementarität des Männlichen und des Weiblichen. Die Frau soll in allen Lebensbereichen teilhaben und dabei ihre einzigartige Gabe – die „Gabe des Fühlens“ (so der Titel der englischen Übersetzung von „The Gift of Feeling“) – einbringen. Sie kann die Zivilisation vor Kälte und Zerstörung bewahren, wenn sie ihrem Wesen treu bleibt und sich nicht einfach dem männlichen Muster anpasst.
Das Buch vereint biblische Motive, psychologische Beobachtungen aus der Praxis und persönliche Reflexionen und fordert Geschlechtergleichgewicht als Weg zu einer umfassenderen Menschheit. Es wird bis heute als subtile Kritik am radikalen Feminismus und als Bestätigung des Wertes der weiblichen Eigenart in Gottes Plan gelesen.
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- Eine Nachricht persönlicher Natur





