
Gog
Papinis „Gog“, in der Ausgabe mit einem Nachwort von Mate Ujević, ist eine provokante Sammlung satirischer und philosophischer Schriften, die menschliche Schwächen, soziale Absurditäten und die spirituelle Krise des modernen Menschen offenlegen.
In Gog schafft Giovanni Papini ein Werk, das zugleich Roman, Essaysammlung und eine Reihe grotesker Visionen der modernen Welt ist. Das Buch ist als Abfolge von Begegnungen, tiefgründigen Gesprächen und geistreichen, oft schonungslos ehrlichen Kommentaren zu menschlicher Natur, Wissenschaft, Religion, Politik und Kultur strukturiert.
Der Protagonist, der exzentrische Millionär Gog, führt den Leser durch eine Reihe von Episoden, in denen er berühmten historischen und kulturellen Persönlichkeiten begegnet und provokante Beobachtungen über eine Zivilisation anstellt, die rapide ihren moralischen und spirituellen Halt verliert. Papini nutzt Ironie, Hyperbel und Absurdität als seine wichtigsten Mittel der Kritik.
Diese Ausgabe ist insofern besonders, als sie ein Nachwort von Mate Ujević enthält, der Papinis Werk in den breiteren Kontext der europäischen literarischen Modernisierung einordnet und es als Ausdruck des ständigen Konflikts des Autors mit etablierten Normen und der spirituellen Leere der Epoche interpretiert. Ujević betont Gogs symbolische Bedeutung: Er ist Beobachter und Opfer der modernen Welt zugleich, eine Figur, die die Widersprüche des Fortschritts offenbart.
Gog ist eines von Papinis bekanntesten und einflussreichsten Werken und ein eindringliches Porträt der spirituellen Orientierungslosigkeit des 20. Jahrhunderts, das aufgrund seiner scharfen Kritik und intellektuellen Provokation bis heute relevant ist.
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