
Na izvorima pjesništva
Das Buch untersucht systematisch die grundlegenden spirituellen, kulturellen und ästhetischen Quellen der Poesie. Anhand von Motiven, Tradition, Sprache, Religion und Weltanschauung zeigt Grgec, wie poetischer Ausdruck und Erfahrung geprägt werden.
Petar Grgecs „Über die Quellen der Dichtung“ ist ein umfassendes Werk, das die tiefen Wurzeln und inneren Triebkräfte des poetischen Schaffens zu ergründen sucht. Der Autor beginnt mit der Schaffung des Dichters und reflektiert darüber, wie Inspiration zu einem geformten Wort wird. Anschließend analysiert er die kulturellen Strömungen des poetischen Ausdrucks und zeigt, dass Dichtung niemals im luftleeren Raum entsteht, sondern im Dialog mit Tradition, Sprache und spirituellem Erbe.
Ein besonderer Abschnitt ist der Entwicklung poetischen Wissens gewidmet, also der Frage, wie ein Dichter durch Lernen, Erfahrung und die Auseinandersetzung mit dem literarischen Erbe geprägt wird. Grgec untersucht dann volkstümliche und antike Quellen, vergleicht die Motive und Techniken der homerischen Dichtung mit der kroatischen Volkstradition und hebt deren Rolle bei der Formung des europäischen lyrischen Horizonts hervor. Er analysiert auch biblische Texte, insbesondere das Hohelied, und verdeutlicht die starke Symbolik und spirituelle Tiefe, die Dichter seit Jahrhunderten inspirieren.
In den Kapiteln über das Verhältnis von Poesie und Leben untersucht der Autor, wie die persönliche Realität, die Arbeit und die sozialen Umstände die Stimme des Dichters prägen. Er entwickelt die Idee, dass poetisches Schaffen keine Flucht vor der Welt ist, sondern vielmehr deren vertiefte Reflexion. Er spricht auch vom Traum als besonders fruchtbarem Raum für die poetische Fantasie und vom Moment poetischer Erfahrung, jenem kurzen Geistesblitz, aus dem ein Gedicht entsteht.
Ein bedeutender Teil des Buches widmet sich Fragen der Literatur und Weltanschauung, der Nationalität sowie dem Wert und der Symbolkraft von Werken wie Mihanovićs „Kroatischer Heimat“. Im Anhang analysiert Grgec Volkslieder als unerschöpfliche Quelle von Motiven, Rhythmen und lyrischer Sensibilität.
Das Werk ist tiefgründig, reich an Erkenntnissen und in einem klaren und humanistischen Stil verfasst. Daher stellt es einen wertvollen Leitfaden durch die spirituellen Quellen und die innere Dynamik der Poesie dar.
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