
Iz ljubavi
Aus Liebe (1925/1926) ist ein hagiografischer Roman für junge Leser. Er erzählt die Geschichte des heiligen Stanisław Kostka, des jüngsten polnischen Heiligen – des Sohnes eines Adligen, der gegen seine Familie rebelliert, nach Rom flieht und aus tiefer L
Zofija Kossak-Szczucka (1889–1968), eine bedeutende polnische katholische Schriftstellerin und Autorin historischer Romane (Krzyżowcy, Bez oręża) sowie Teilnehmerin des Widerstands im Zweiten Weltkrieg (Mitbegründerin von Żegota), schrieb Z miłości kurz nach einem persönlichen Schicksalsschlag (dem Tod ihres Sohnes). Das Werk erschien 1925/26 und wurde 1931 ins Kroatische übersetzt (Iz ljubavi, Zagreb).
Der Roman ist eine fiktionalisierte Biografie des heiligen Stanisław Kostka (1550–1568), eines polnischen Adligen und Jesuiten, der als Schutzpatron der Jugend galt. Kossak schildert eindrücklich das Leben des polnischen Adels im 16. Jahrhundert, die Ausbildung in Wien, religiöse Konflikte und spirituelle Suche. Der junge Staszek, Sohn eines einflussreichen Kastellans, verspürt eine starke spirituelle Berufung. Trotz des Widerstands seiner Familie (insbesondere seines Bruders Paul) reißt er von zu Hause aus, überquert die Alpen und gelangt nach Rom, wo er ins Noviziat des Jesuitenordens eintritt. Er stirbt jung, mit nur 18 Jahren, doch sein Beispiel der Heiligkeit bleibt unvergessen.
Das Buch ist in einem einfachen, warmherzigen Stil für junge Leser verfasst und legt den Schwerpunkt auf innere Kämpfe, Mut, Entsagung und die reine Liebe zu Gott. Der Autor betont, dass es diese Liebe war, die dem Jungen die Kraft gab, Reichtum, Sicherheit und Familienpläne aufzugeben. Das Werk strahlt katholischen Geist aus, idealisiert die Heiligkeit und dient als moralisches Vorbild.
In Kossaks Schaffen zählt es zu den früheren und weniger bekannten Werken und ist eher der Heiligenlegende als den großen Epen zuzuordnen. In Kroatien gehörte es zur populären katholischen Literatur der Zwischenkriegszeit. Heute wird es als inspirierende Geschichte jugendlichen Idealismus und Treue zur eigenen Berufung sowie als gelungene literarische Auseinandersetzung mit dem Leben eines Heiligen gelesen.
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