
Pakao
Glavurtićs spirituell-theologische Studie über Hölle, Dämonen und das Jenseits. Ein christlich-mystischer und dämonologischer Bericht mit dem Ziel der Warnung und spirituellen Erweckung des modernen Menschen. Erste Auflage.
Miro Glavurtić (1932–2023), ein kroatischer Maler, Schriftsteller, Mystiker und Verleger, veröffentlichte 1986 das Buch „Die Hölle“ in seinem eigenen Verlag in Belgrad. Das Werk ist eine Art Fortsetzung und Ergänzung seines früheren Buches „Satan: Eine Einführung in die Dämonologie“ (1978).
„Die Hölle“ ist ein christlich-spirituelles Buch, das sich aus katholisch-mystischer Perspektive mit dem Thema Hölle, dämonischen Kräften, Versuchungen, Besessenheit und dem Jenseits auseinandersetzt. Glavurtić verknüpft darin biblische Texte, die Schriften der Kirchenväter, die Erfahrungen von Heiligen und Mystikern sowie seine eigenen Visionen und Gedanken. Das Buch hat einen deutlich warnenden und evangelistischen Ton – der Autor möchte den modernen Menschen aus seiner spirituellen Gleichgültigkeit aufrütteln und ihn vor der Realität des Bösen und der ewigen Verdammnis warnen.
Der Stil ist essayistisch-mystisch, stellenweise apokalyptisch und visionär, ganz im Sinne der Malerei des Autors (fantastisch-surreale Motive) und dem medialen Kreis zugehörig. Das Buch enthält Zitate aus der Heiligen Schrift, den Werken des heiligen Thomas von Aquin, des heiligen Augustinus und anderer Mystiker sowie Beschreibungen von Höllenvisionen aus der katholischen Tradition. Es ist mit Reproduktionen klassischer Kunstwerke (z. B. von Gustave Doré und Hans Memling) illustriert.
Im Kontext von Glavurtićs Gesamtwerk gehört „Die Hölle“ zu seinem spirituell-dämonologischen Zyklus. Der Autor war der katholischen Tradition zutiefst verbunden und kritisierte Modernismus, Säkularisierung und Kommunismus. Als unabhängiger Verleger (später Gründer des Verlags Sion) veröffentlichte er Werke christlicher Mystiker und förderte die katholische Erneuerung.
Heute zählt das Buch zu den wenigen kroatischen Werken zur Dämonologie und Mystik des 20. Jahrhunderts. Es ist bei Lesern spiritueller Literatur begehrt, obwohl es aufgrund seiner direkten und streng traditionellen Auseinandersetzung mit dem Thema Hölle und Teufel mitunter kontrovers diskutiert wird. Eine interessante Verbindung von künstlerischem Feingefühl, mystischer Erfahrung und katholischer Orthodoxie im zeitgenössischen Kontext.
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