
Božja zemlja Nippon: Poučno o Japanu
„God’s Land Nippon“ von Friedrich K. Haider und Slavko Pavičić ist ein Lehrbuch über Japan, seine Kultur, Geschichte, Bräuche und Spiritualität während des Zweiten Weltkriegs. Es diente der NDH als populäre Propagandalektüre.
Die Broschüre ist eine populärwissenschaftliche und informative Publikation, die sich an ein breites Publikum im Unabhängigen Staat Kroatien richtet. Slavko Pavičić (1885–1947), ein Publizist, Militärhistoriker und Herausgeber der Kroatischen Enzyklopädie aus Vinkovci, ist bekannt für seine militärhistorischen Werke. Friedrich K. Haider ist vermutlich der Autor des Großteils des Japan-Abschnitts, während Pavičić an der Vorbereitung und Ergänzung des Textes mitwirkte.
Das Buch bietet einen Überblick über Japan als exotisches, hochdiszipliniertes und spirituell reiches Land – das „Land Gottes“. Es beschreibt die japanische Geschichte, den Shintoismus und Buddhismus, den Kaiserkult, die Samurai-Tradition, Bräuche, das Familienleben, die Kunst und den Kriegergeist. Besonders hervorgehoben werden die japanische Treue zum Kaiser, die nationale Disziplin, der Fleiß und die Opferbereitschaft – Themen, die im Kriegsjahr 1942, als Japan ein Verbündeter der Achsenmächte war, eine hohe Propagandakraft besaßen.
Der Stil ist einfach, populär und zugänglich, mit dem Ziel, die ferne asiatische Macht dem kroatischen Leser in einem positiven, fast idealisierten Licht näherzubringen. Das Buch gehört zu einer Reihe von Publikationen aus der Zeit des Unabhängigen Staates Kroatien, die die Alliierten (Deutschland, Italien, Japan) repräsentierten, um die öffentliche Meinung zu prägen und das Bewusstsein für die neue Weltordnung zu stärken.
Diese Ausgabe ist ein seltenes antiquarisches Exemplar und ein Zeugnis der Verlagsbranche im kriegsgebeutelten Zagreb. Sie spiegelt den politischen Kontext der Zeit und das Interesse an Japan als dem „Wunder Asiens“ wider – einer modernen Industriemacht mit tiefen traditionellen Wurzeln.
„Gottes Land Nippon“ ist ein wertvolles historisches Dokument und ein Beispiel dafür, wie in den 1940er-Jahren in Kroatien über ferne Kulturen geschrieben wurde – mit einer Mischung aus Information, Bewunderung und ideologischer Färbung. Eine interessante Lektüre für Liebhaber alter Reiseliteratur und populärwissenschaftlicher Literatur sowie für alle, die sich mit kroatischer Sachliteratur über den Zweiten Weltkrieg beschäftigen.
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