
Katedrala u Đakovu: Povijesni osvrt - prikaz arhitekture, skulpture i slikarstva
Eine Monografie von Ivan Rogić über die Kathedrale von Đakovo mit einem historischen Überblick und einer detaillierten Darstellung von Architektur, Skulptur und Malerei. Ein reich illustriertes Werk über Strossmayers berühmte neoromanische Kathedrale.
Die Kathedrale in Đakovo von Ivan Rogić (Priester, Kanoniker und Professor für Kirchenrecht) erschien 1932 in Osijek. Es handelt sich um eine umfassende Monografie und eine der wichtigsten frühen Darstellungen der St.-Petri-Kathedrale in Đakovo – einem Meisterwerk kroatischer Sakralarchitektur des 19. Jahrhunderts. Ebenfalls aus diesem Jahr stammt ein Auszug in Form eines Führers Durch die Kathedrale von Đakovo. Das Werk erlebte 1964 in Đakovo eine zweite Auflage.
Ivan Rogić, langjähriges Mitglied des Domkapitels von Đakovo und eng mit der Kathedrale verbunden, verfasste ein Werk mit profunder Kenntnis des Themas. Das Buch bietet einen historischen Überblick über den Bau der Kathedrale (1855–1882), die Initiative von Bischof Josip Juraj Strossmayer, den architektonischen Entwurf von Friedrich von Schmidt und anderen sowie den politischen und kulturellen Kontext der Illyrischen und Renaissancezeit. Besonders hervorgehoben wird die Idee der Kathedrale als nationales und kirchliches Denkmal, das slawische und kroatische Spiritualität symbolisiert.
Der Hauptteil besteht aus einer systematischen Darstellung der Architektur: einer Beschreibung des Äußeren (Fassaden, Türme, Rosetten), des Grundrisses der dreischiffigen Basilika, neoromanischer und neugotischer Elemente, Materialien (gebrannter Ziegel, Stein) und technischer Lösungen. Der Autor analysiert detailliert die Proportionen, dekorativen Motive und die Symbolik, die westliche und östliche Traditionen verbindet. Darauf folgt ein Kapitel über Skulpturen – Altäre, Statuen, Reliefs, Kanzel, Baptisterium und Denkmäler (darunter Valdecs Grabstein für Strossmayer in der Krypta). Rogić beschreibt die Künstler (in- und ausländische Bildhauer), die Ikonografie und den künstlerischen Wert. Der letzte Teil ist der Malerei gewidmet: Fresken und Wandmalereien (insbesondere die Werke nazarenischer Meister wie M. A. Seitz), Glasmalerei, Mosaiken und Altarbilder. Das Buch ist mit Fotografien, Zeichnungen und Plänen illustriert, die eine visuelle Nachvollziehbarkeit der Beschreibungen ermöglichen.
Das Werk besitzt auch dokumentarischen Wert, da es den Zustand der Kathedrale vor dem Brand von 1933 und die darauffolgenden Renovierungsarbeiten festhält. Es ist in einem verständlichen, aber dennoch professionellen Stil verfasst und richtet sich an ein breites Publikum – Gläubige, Pilger, Studierende und Kunstliebhaber. Rogićs Monographie bleibt eine wichtige Quelle für das Studium der Kathedrale von Đakovo als Höhepunkt von Strossmayers Mäzenatentum und als eines der bedeutendsten sakralen Denkmäler im Kroatien des 19. Jahrhunderts.
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