
Erne Kiš 1909-1941
Biografie des Revolutionärs Erno Kiš (1909–1941), eines prominenten Kommunisten und Antifaschisten aus der Baranja-Bačka. Ein Bericht über sein Leben, seinen politischen Kampf und sein Leiden am Vorabend und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Erne Kiš 1909–1941 ist eine biografische Monografie, die 1984 von Nada Lazić in Beli Manastir und Sombor anlässlich des 75. Geburtstags dieses Revolutionärs aus Baranja und Bačka veröffentlicht wurde. Das illustrierte Buch schildert Leben und Werk von Erne Kiš, einer bedeutenden Persönlichkeit der Arbeiter- und Kommunistenbewegung in Baranja und Bačka vor und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Erne Kiš wurde 1909 in eine Arbeiterfamilie geboren. Als junger Mann schloss er sich der revolutionären Arbeiterbewegung an, war in illegalen kommunistischen Organisationen im Königreich Jugoslawien aktiv, beteiligte sich an Streiks und Agitationen und organisierte Arbeiter und Bauern. Das Buch zeichnet seinen Weg von den frühen revolutionären Aktivitäten über Verhaftungen und Inhaftierungen bis hin zu seinen zunehmend intensiven Aktivitäten am Vorabend des Krieges nach.
Ein eigenes Kapitel ist dem Jahr 1941 gewidmet – dem Angriff der Achsenmächte auf Jugoslawien, dem Beginn der ungarischen Besetzung der Baranja und der Batschka sowie Kiš’ Rolle bei den Vorbereitungen des Widerstands. Erne Kiš starb 1941 (ermordet von den Besatzern), und der Autor stellt ihn als Symbol des Kampfes gegen Faschismus und Klassenunterdrückung in dieser Region dar.
Wie auch in seinen anderen Werken (z. B. „Baranja 1941–1945“) stützt sich Lazić auf Archivmaterialien, Zeugenaussagen von Beteiligten und Parteidokumente. Das Buch ist im typischen Stil der jugoslawischen sozialistischen Geschichtsschreibung der 1980er-Jahre verfasst – mit Betonung des revolutionären Engagements, des Heldentums und der ideologischen Konsequenz des Protagonisten.
Dieses Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis der Regionalgeschichte von Baranja und Batschka, der Arbeiterbewegung in der Vojvodina und Slawonien sowie des antifaschistischen Kampfes im Donauraum vor und zu Beginn des Krieges. Es dient heute als Quelle für die Regionalgeschichte und Biografien bedeutender Kommunisten jener Zeit.
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