
Zebnja
Der Roman Zebnja erzählt die Geschichte einer Persönlichkeitsentwicklung; die eines Jungen, der sich mit seinen weltlichen Wünschen nach Geld und Frauen gegen die Konventionen auflehnt. Durch seine wiederkehrenden Misserfolge entwickelt er die Eigenschaft
Der 2013 erschienene Gedichtband „Zebnja“ des kroatischen Schriftstellers und Dichters Ivan Michel Antolović stellt ein reifes poetisches Werk dar, das sich mit dem Thema innerer emotionaler und existenzieller Zustände auseinandersetzt. Schon der Titel deutet den Grundton der Sammlung an – ein ständiges Gefühl der Angst, Unsicherheit und stillen Sorge angesichts der Herausforderungen des Alltags und des unaufhaltsamen Flusses der Zeit. Antolovićs poetischer Ausdruck in diesem Band zeichnet sich durch Prägnanz, Bildhaftigkeit und eine tiefe Auseinandersetzung mit der Intimität des Einzelnen aus. Der Dichter verzichtet auf bombastische Metaphern und übermäßig komplexe sprachliche Konstruktionen und schafft stattdessen mit einfachen, aber sorgfältig gewählten Worten eine eindringliche Atmosphäre. Im Zentrum seiner Interessen stehen die Beobachtung der Natur, menschliche Beziehungen, die Vergänglichkeit des Lebens, die Einsamkeit und die Suche nach Frieden in einer Welt, die oft entfremdet und instabil erscheint. Mit dem Motiv der Angst propagiert der Autor keinen Pessimismus, sondern ruft zu einer tieferen Auseinandersetzung mit dem eigenen Bewusstsein und zum Finden von Authentizität in der Verletzlichkeit auf. Die Gedichtsammlung zeichnet sich durch einen sanften, meditativen Rhythmus und aufrichtige Gefühle aus und spricht damit Liebhaber gelebter, lyrischer und reflektierender Poesie an. „Zebnja“ bleibt ein bemerkenswerter Beitrag zur zeitgenössischen kroatischen Lyrik, in der persönliche Erfahrungen gekonnt in universelle menschliche Themen übersetzt werden.
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